Krenslehner in Österreich top

Nur ein Sturz verhinderte den dritten Staatsmeistertitel in Folge für die Vilserin.

© sportfotograf

Von Helmut Mittermayr

Vils, Krumbach –Vor wenigen Tagen trafen sich die besten Mountainbikefahrer des Landes zur Austragung der österreichischen Staatsmeisterschaften im Marathon im niederösterreichischen Krumbach in der Buckligen Welt. Wie der Name Bucklige Welt schon sagt, präsentierte sich die schöne Strecke als ständiges Rauf und Runter auf 90 Prozent Trail- und Waldwegen. Eigentlich mehr ein 72 km langer mit 2900 Höhenmetern gespickter Cross-Country-Kurs, der durch den am Start einsetzenden Regen noch anspruchsvoller wurde.

Krenslehner: „Ich wusste von Beginn an, dass das Profil ohne richtig lange Anstiege mir nicht ganz entgegenkommt und meine Titelverteidigung und eine Top-drei-Platzierung schwierig sein würden. Ich hatte aber super Beine und konnte mich gleich zu Beginn des Rennens am einzigen etwas längeren Anstieg absetzen und einen großen Vorsprung herausfahren.“ Leider stürzte sie in der ersten Abfahrt durch einen männlichen Teilnehmer, der sie beim Überholen abdrängte. In der Folge verlor die Vilserin einfach zu viel Zeit auf den fahrtechnisch anspruchsvollen und ständig richtungswechselnden Abfahrten. „Ich konnte zwar an den kurzen giftigen Auffahrten immer wieder auf meine Konkurrentin und die spätere Siegerin Christina Kollmann auffahren, aber das kostete auch sehr viel Kraft, die mir am Schluss fehlte“, zieht die Mutter einer achtjährigen Tochter Bilanz. Am Ende reichte es für den Vizestaatsmeistertitel und die Silbermedaille. Krenslehner: „Ich bin mit meinem Ergebnis bei der starken Konkurrenz und dieser Strecke mehr als zufrieden. Das harte Training der letzten Monate hat sich gelohnt.“

In den letzten vier Jahren hat die Außerfernerin neben vielen Landestiteln bei den Staatsmeisterschaften zweimal Gold (2011, 2012) und zweimal Silber (2010, 2013) errungen. „Ich darf mich daher sicher zu den besten Mountainbikefahrerinnen Österreichs zählen“, sagt sie nicht ohne Stolz. Auch international mischt sie bei den großen Marathons in Europa zwischen Profifahrerinnen immer vorne mit. „Das ist für mich als berufstätige Mutter und Spätstarterin in diesem Sport mehr, als ich mir je erwarten durfte und erträumt hätte. Ich möchte mich bei allen, die meinen Weg unterstützt haben, bedanken.“

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