US-Open-Topstars steuern weiter auf zweite Turnierwoche zu

Rafael Nadal stellte seine Bilanz auf 55:3-Siege in diesem Jahr.

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New York – Für fast alle Topstars war der fünfte Tag der mit 34,3 Mio. Dollar dotierten US Open ein ganz ruhiger Arbeitstag im „Büro“. Rafael Nadal, Roger Federer, Serena Williams und Viktoria Asarenka machten am Freitag in Flushing Meadows allesamt kurzen Prozess mit ihren Gegnern und qualifizierten sich mühelos für die dritte Runde des letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Lediglich für die als Nummer vier gesetzte Italienerin Sara Errani kam gegen ihre wieder erstarkte Landsfrau Flavia Pennetta das Aus.

Sensations-Teenager gestoppt

Vorbei ist auch der Auftritt der erst 17-jährigen US-Amerikanerin Victoria Duval. Nach dem Sensationssieg über Sam Stosur wurde der Teenager von der Slowakin Daniela Hantuchova unsanft mit einem 6:2,6:3 von Wolke sieben geholt. Dafür bestätigte der britische Qualifikant Daniel Evans seinen Überraschungs-Erfolg über Kei Nishikori und schaltete den höher eingeschätzten Australier Bernard Tomic in vier Sätzen aus.

Eine besondere Genugtuung für den Engländer, denn in Miami hatte ihn der berüchtigte Vater John Tomic wieder von der Trainingsliste mit seinem Sohn genommen. „Es war schon alles ausgemacht, dann hat sein Vater gesagt: ‚Nein, nein, er ist ein Qualifikant. Wir schlagen nicht mit dir.‘ Das war ein bisschen peinlich, aber bitte“, sagte Evans, der aber deshalb keinen Groll gegen Tomic jr. entwickelt hat.

Er trifft nun in der dritten Runde auf Tommy Robredo (ESP-19). Sollte er sich durchsetzten, winkt ihm ein Duell mit Federer. Der Schweizer hatte übrigens diese Tage keine Probleme mit einem Training mit Evans.

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Federer souverän

Der im Ranking zwar auf Platz 7 zurückgefallene, in der Gunst der Fans aber immer noch ganz oben stehende Federer gab gegen Carlos Berlocq nur sechs Games ab. „Das war eines der Matches, von dem ich mir, wenn möglich, einen klaren Dreisatz-Sieg erwarte und Selbstvertrauen tanke. All das ist passiert und das freut mich“, konstatierte der Eidgenosse, der nun auf den Franzosen Adrian Mannarino trifft. Mannarino schaltete mit Sam Querrey (USA-26) eine der Hoffnungen der Amerikaner aus. Dafür qualifizierte sich der 20-jährige Jack Sock für ein Drittrunden-Match gegen Janko Tipsarevic (SRB-18).

Der Topfavorit Rafael Nadal untermauerte mit einem 6:2,6:1,6:0 über Rogerio Dutra Silva (BRA) seine Titel-Avancen. Nach 92 Minuten hatte er seine Saisonbilanz auf 55:3-Siege geschraubt, er ist seit 17 Spielen auf Hartplatz ungeschlagen, daran wird wohl auch Ivan Dodig (CRO) nichts ändern können. Im Achtelfinale träfe der als Nummer zwei gesetzte Spanier entweder auf John Isner (USA-13) oder Philipp Kohlschreiber (GER-22). Für Isner Gelegenheit zur Revanche, hatte der 2,06 m große US-Amerikaner doch im Vorjahr in New York in Runde drei gegen den Deutschen verloren.

Damen-Stars gaben sich keine Blöße

Keine Blöße gaben sich auch Serena Williams und Viktoria Asarenka, die weiterhin auf eine Wiederholung des Vorjahres-Endspiels zusteuern. Serena fegte Galina Woskobojewa mit 6:3,6:0 vom Court, ehe sie sich später auch an der Seite von Schwester Venus im Doppel durchsetzte. Williams trifft nun nicht auf Patricia Mayr-Achleitner, da sich die Tirolerin Jaroslawa Schwedowa (KAZ) klar 2:6,3:6 beugen musste. Asarenka zeigte neuerlich wie sehr sie sich auf den Hartplätzen in New York wohlfühlt. Sie hat nach zwei Spielen nur vier Games abgegeben. „Ich würde sagen, die Hartplätze sind mein Ehemann. Weil wir schon so lange zusammen sind, fühlen wir uns wirklich wohl miteinander“, bemühte sich die Weißrussin um Humor.

Nicht viel zu lachen hatte auch Andreas Haider-Maurer, der am Donnerstag als letzter ÖTV-Spieler im Einzel mit 4:6,4:6,5:7 gegen den Kasachen Michail Kukuschkin ausschied. Damit sind alle vier Österreicher im Einzel out, Jürgen Melzer scheiterte am Donnerstag auch an der Seite von Julian Knowle knapp im Doppel. Das als Nummer zwei gesetzte Duo Alexander Peya/Bruno Soares setzte sich hingegen durch. Mit einem 4:6,6:2,6:2 über James Blake/Jack Sock schickten die Favoriten Blake endgültig in „Pension“. (APA)


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