Irischer Literaturnobelpreisträger Seamus Heaney gestorben

Der Lyriker starb im Alter von 74 Jahren. Bekannt wurde Heaney zunächst durch einfühlsame Naturschilderungen. Spätestens mit dem Band „North“ (1975) kam der Durchbruch.

Heaney wurde 1995 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
© QUEENS UNIVERSITY HANDOUT

Dublin - Der irische Literaturnobelpreisträger Seamus Heaney starb im Alter von 74 Jahren. Er galt als der bedeutendste Vertreter der zeitgenössischen anglo-irischen Lyrik. Seine Dichterkarriere wurde 1995 mit der Verleihung des Nobelpreises gekrönt. Bekannt wurde Heaney zunächst durch einfühlsame Naturschilderungen. Spätestens mit dem Band „North“ (1975) kam der Durchbruch. Die Beschäftigung mit dem Nordirlandkonflikt zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Davon zeugen unter anderem die Gedichtbände „Wintering Out“ (1972), „Spirit Level“ (1996) und „Die Wasserwaage“ (1998).

Heaney wurde am 13. April 1939 als ältester Sohn von neun Kindern geboren. Neben der Arbeit als Dichter lehrte Heaney an verschiedenen Universitäten in Irland, England und den USA. Seit 1982 erhielt er regelmäßige Lehraufträge der Harvarduniversität. Außerdem beteiligte er sich an der politisch aktiven Theatergruppe „Field Day“. (APA/AFP)

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