Zwei Blitzstarter in nur einer Liga

Fünf Spiele – fünf Siege. Mit Sölden, Vils und Völs II surfen gleich drei Teams seit Saisonbeginn auf der perfekten Ergebniswelle.

© Andreas Rottensteiner / TT

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Der Rekord der deutschen Bundesliga ist in Griffweite. Vergangene Saison hatten die Münchner Bayern ihre eigene Bestmarke eingestellt und die ersten sieben Saisonspiele gewonnen. Aber auch in Tirol gibt es sie – die absoluten Blitzstarter.

Nach fünf Runden stehen im Tiroler Unterhaus noch drei Teams mit einer blütenweißen Weste da: Sölden, Vils und Völs II.

Nach dem unglücklichen Abstieg aus der Gebietsliga in der vergangenen Saison läuft es für Vils in der Bezirksliga West deutlich besser. Fünf Siege stehen nach dem 6:2 gegen Ellbögen/Patsch auf der bisherigen Saisonbilanz. „Wir sind zufrieden, wissen aber auch, dass momentan Schüsse reingehen, die sonst nicht ins Tor gehen“, betont Trainer Franz Wachter das Momentum. Der Weg soll natürlich wieder eine Klasse nach oben führen. „Das muss unser Ziel sein“, weiß Wachter. Dass die Vilser wegen ihrer geografischen Lage im Unterhaus als Stiefkind gelten, kostet sie nur noch ein müdes Lächeln: „Wir wissen, dass keiner über den Fernpass fahren will. Wir machen das aber bei jedem Auswärtsspiel und sind es längst gewöhnt.“

Auch Sölden (ebenfalls BLW) feierte mit dem 3:1 in Götzens den fünften Sieg im ebensovielten Spiel. Die Gründe für den Blitzstart? „Das wissen wir selber nicht“, gesteht Sölden-Trainer Roman Reinstadler in seiner ersten Reaktion lachend. „So ist es im Fußball. Manchmal läuft’s einfach.“

Trotzdem sei eine gute Vorbereitung natürlich essenziell. „Alle sind körperlich gut beisammen. Außerdem haben wir einen starken Kader.“ Und das obwohl die Mannschaft vor der Saison nur mit Nachwuchsspielern aufgefüllt wurde. „Wir werden nicht schlechter, wenn ich einen Spieler austausche“, lobt Reinstadler das Kollektiv. Da die Bäume aber auch in Sölden nicht in den Himmel wachsen, sei der Aufstieg keine Pflichtaufgabe: „Wir peilen einen Mittelfeldplatz an.“

Bei den Völsern, die das zweite Jahr in Folge in der 2. Klasse Mitte engagiert sind, will man den Tag nicht vor dem Abend loben. Da können auch die 15 Punkte nach fünf Spielen nichts daran ändern. „Es sieht gut aus. Aber erst nach etwa acht Spielen kann man ungefähr sagen, wo der Weg hinführt“, meint Trainer Johann Pichler. „Vielleicht geben wir dann auch ein neues Saisonziel aus“, lacht der ehemalige Mieders-Trainer – das kann dann wohl nur Aufstieg heißen. Zumindest wenn es so weitergeht.


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