Hochwasser in Russland: Putin besucht Katastrophenregion

Es ist sind die schlimmsten Überschwemmungen seit 120 Jahren: Die Lage im Osten Russlands ist immer noch kritisch.

© RIA NOVOSTI POOL

Moskau – Kremlchef Wladimir Putin hat bei einem Besuch in der Hochwasserregion im Fernen Osten Russlands schnelle Hilfe für geschädigte Familien, Kommunen und Unternehmen angekündigt. Allein in der Landwirtschaft hätten die schlimmsten Überschwemmungen seit 120 Jahren in dem Gebiet Schäden von mindestens 250 Millionen Euro angerichtet, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Freitag der Agentur Interfax. Naturkatastrophen werde es leider immer wieder geben, sagte Putin in der Stadt Chabarowsk. „Aber was uns nicht tötet, macht uns stärker“, betonte der Präsident.

In der Region nahe der Grenze zu China hätten rund 25.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen, darunter 7.700 Kinder, wie Wladimir Stepanow vom Zivilschutz sagte. Mindestens 7.000 Häuser in mehr als 150 Orten seien überflutet. Etwa 10.000 Rettungskräfte kämpfen in dem Gebiet rund 6.000 Kilometer östlich von Moskau weiter mit schwerer Technik wie Planierraupen und mit Sandsäcken gegen das Hochwasser. Die Überschwemmungen kommen vor allem vom Dauerregen. Dadurch sind Staudämme in der Region vollgelaufen, sie müssen nun Wasser ablassen. (APA/dpa)

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