Spektakuläres Torfestival: Mattersburg 4:4 gegen Hartberg

Aufsteiger Liefering setzte seinen Siegeszug mit einem 4:1 in St. Pölten fort, Die Vienna gewann das Kellerduell gegen Schlusslicht Parndorf 1:0. Kapfenberg bezwang Horn zu Hause 3:1. Nach einer Nullnummer im Derby verlor Altach die Tabellenführung.

Mattersburg und Hartberg schenkten sich nichts.

Wien – Mattersburg und Hartberg haben sich am Freitag in der 8. Runde der Fußball-Erste-Liga einen spektakulären Schlagabtausch geliefert. Nach acht Treffern endete die Partie 4:4 (1:3). Hartberg präsentierte sich in Mattersburg eiskalt. Aus drei Chancen machten die Steirer drei Treffer, nach 28 Minuten führte der Außenseiter 3:0. Zwischenbrugger bezwang Mattersburg-Goalie Borenitsch mit einem von Prietl abgefälschten Freistoß (19.), Kocic traf nach Zulj-Vorlage (23.) und ebenfalls nach Zulj-Assist machte Friesenbichler den Triplepack komplett (28.).

In der 32. Minute schöpften die Mattersburger neue Hoffnung, Matthias Hopfer wurde nach Foul an Farkas ausgeschlossen, zudem entschied Schiedsrichter Gishamer auf Elfmeter. Klemen verwertete gegen Hartbergs Neo-Schlussmann Waltl souverän (34.).

Die Aufholjagd des Bundesliga-Absteigers ging nach dem Seitenwechsel weiter. Nach Seidl-Freistoß verkürzte Rodler (55.), der Ausgleich zum 3:3 gelang nach Seidl-Eckball Malic (66.). Die Mattersburger Führung schien nur eine Frage der Zeit. Doch Hartbergs Thomas Hopfer schockte die Mattersburger mit seinem Treffer zum 4:3 (81.). Den Schlusspunkt unter den spektakulären Abend setzte Malic mit dem Kopfball zum 4:4 (86.), als Assistgeber fungierte zum dritten Mal Seidl.

Fünfte Pleite in Folge für St. Pölten

Aufsteiger Liefering setzte seinen Siegeszug mit einem 4:1 (1:1)-Erfolg in St. Pölten fort und übernahm damit die Tabellenführung. Liefering, das die mit Abstand beste Offensive der Liga stellt, brauchte nicht lange, um das Trefferkonto weiter nach oben zu schrauben. Nach Flanke von Adjei köpfelte Bammer zum 1:0 ein (5.). Für den 29-Jährigen war es Saisontreffer Nummer sieben. St. Pölten antwortete rasch: Kapitän Ambichl stellte nach Hereingabe von Peinsipp per Kopf auf 1:1 (13.).

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Mitte der zweiten Spielhälfte legten die Lieferinger neuerlich vor: nach Lochpass von Dovedan markierte Roguljic das 2:1 (67.). Im Finish schlug die Lieferinger Kontermaschinerie zweimal zu, Brandner (90.) und Dovedan (92.) sorgten für einen späten Doppelpack. Für die Niederösterreicher war es bereits die fünfte Pleite in Folge.

Flotte Partie nach mattem Start in Kapfenberg

Das Duell Kapfenberg gegen Horn entwickelte sich nach einer matten Anfangsphase zu einer flotten Partie. Nach der Pause erlöste Osman Ali die Steirer, nach Schönberger-Flanke stellte er auf 1:0 (54.). Sencar erhöhte auf 2:0 (78.), für kurze Horner Hoffnung sorgte ein Treffer von Hartl (84.). Bingöl machte mit dem 3:1 dann alles klar (91.).

Kellerduell machte Namen alle Ehre

Auf der Hohen Warte in Wien war ersichtlich, warum beide Teams im Tabellenkeller festsitzen. Der Höhepunkt der schwachen ersten Spielhälfte war ein Stangenschuss des Parndorfers Karner aus kurzer Distanz (40.). Die 1:0-Führung für die Vienna besorgte dann Pink (53.), dem Treffer ging jedoch ein foulwürdiges Einsteigen von Lebedev gegen Horvath voraus (53.). Die Parndorfer mussten die vierte Niederlage in Serie hinnehmen.

Altach verlor Tabellenführung

Altach und Austria Lustenau haben sich am Freitag zum Abschluss der 8. Runde der Fußball-Erste-Liga 0:0 getrennt. Mit dem torlosen Unentschieden haben die Altacher die Tabellenführung an Liefering verloren. Der Aufsteiger hat bei Punktegleichheit (je 19) aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz die Nase vorne.

Vor der Pause hielten sich beide Teams vor 6400 Zuschauern nobel zurück. Nach dem Seitenwechsel ging es dann aber Schlag auf Schlag, Harrer (46., 53.) und Aigner (60.) für die Altacher bzw. Galvao (48.), Jailson (48., 55.) und Salomon (68.) für die Lustenauer vergaben hochkarätige Chancen. Im Finish flachte die Partie dann wieder ab.

Die Altacher durften sich immerhin über den Ausbau der Heimserie freuen, sie sind zu Hause bei 13 Siegen und 3 Remis mittlerweile 16 Partien unbesiegt. (APA)


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