Bayern bricht den Supercup-Fluch

Im vierten Anlauf hat es für den FC Bayern München endlich mit der UEFA-Supercup-Trophäe geklappt. Der Champions-League-Gewinner kämpft den Europa-League-Triumphator Chelsea im Elfmeterschießen nieder.

Der Jubel kannte keine Grenzen: Franck Ribéry jubelte an der Seite von Josep Guardiola über seinen Treffer beim Supercup-Sieg gegen Chelsea.
© DPA

Prag – Nach drei Niederlagen (1975, 1976, 2001) im UEFA-Supercup darf der FC Bayern München über den ersten Sieg jubeln. Deutschlands Rekordmeister gewann das spannende Duell mit dem FC Chelsea gestern im Elfmeterschießen mit 5:4 (2:2 n. V.). Das heiß gekochte Trainer-Duell José Mourinho (Chelsea) und Pep Guardiola (Bayern) ging damit zugunsten des Spaniers aus.

Das Spiel war vor 30.000 Zuschauer im bezeichnenden Eden-Stadion für den deutschen Rekordmeisters wenig paradiesisch gestartet. Die klare Überlegenheit der Bayern zu Beginn konnten Mandzukic (2.) und der an diesem Abend stark aufspielende Frank Ribéry (7. Minute) nicht im Netz unterbringen. Und so war es das blaue Ensemble aus England, das mit seinem ersten Angriff den ersten Treffer erzielte.

Ausgerechnet der deutsche Angreifer André Schürrle legte für Edelstürmer Fernando Torres ab – und der ließ einen sehenswerten Kracher (8.) vom Elferpunkt direkt und unhaltbar unterm Lattenkreuz einschlagen.

Chelsea war in Führung gegangen und konnte diese auch länger behaupten. Ganz entgegen dem Spielverlauf, der den Bayern in den ersten 30 Minuten einen Ballbesitz von rund 70 Prozent attestierte. Die Deutschen blieben ein ums andere Mal gefährlich: Ribérys Schuss (22.), Bayerns bis dato bestes Chance, entschärfte Chelsea-Goalie Peter Cech nur mit den Fingerspitzen – Thomas Müller (38.) streifte nach einem Schuss nur das Außennetz.

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In Hälfte zwei (47.) wurden dann die langen Mühen mit einem Zähler auf der Anzeigetafel belohnt. Ribéry, seit Donnerstag Europas Fußballer des Jahres, machte es Torres fast gleich und schoss aus gut 20 Metern mit einem Treffer Marke Extraklasse zum 1:1 ein. Wie von der Hummel gestocheen rannte Ribéry auf Guardiola zu, packte dessen Gesicht und schrie laut jubelnd seine Freude in die Welt hinaus.

Danach ging es im bekannten Takt weiter. Bayern machte Druck, zog das Spiel fein auf – Chelsea zog sich unter der Leitung von Coach José Mourinho immer weiter zurück und verlagerte sich auf Konter. Die zwingenden Torchancen blieben aber aus – so wanderte das Match in die Verlängerung. Dort nahm sich Chelseas Eden Hazard bereits nach drei Minuten (93.) ein Herz und traf zum 2:1 – ehe Javi Martinez in einem Herzschlagfinale fünf Sekunden vor Abpfiff im Gestochere zum 2:2 einschoss.

Im Elfmeterschießen vergab Chelseas Lukaku den letzten Elfmeter und erlöste Bayern vom Supercup-Fluch. (rost)


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