Schwere Erdbeben in Chinas Südwesten und in Alaska

In China ist Samstagfrüh mindestens vier Menschen beim Beben getötet worden. In Alaska wurde niemand verletzt.

Symbolbild.
© dpa/Maurizio Gambarini

Peking, Juneau – Ein Erdbeben der Stärke 5,8 hat nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am Samstag den Südwesten Chinas erschüttert. Bei dem Beben nahe dem beliebten Touristengebiet Shangri-La gab es chinesischen Medienberichten zufolge mindestens vier Todesopfer und zehn Schwerverletzte, als ein Touristenbus von herabstürzenden Felsbrocken getroffen wurde. Rettungskräfte waren unterwegs in die bergige Unglücksregion.

Die Erdbebenwarte teilte mit, von dem Beben sei insbesondere die Stadt Benzilan in der Provinz Yunnan an der Grenze zur Provinz Sichuan betroffen. Das Beben habe in entlegenen Ortschaften rund 600 Häuser zerstört und 55.000 beschädigt, berichtete das Seismologische Amt. Die Erschütterungen lösten Erdrutsche aus und blockierten Straßen, wie es weiter hieß.

„Der verlorene Horizont“

Benzilan ist etwa 60 Kilometer von Shangri-La entfernt. Das Gebiet wurde nach dem mystischen Ort im 1933 erschienenen Bestsellerroman des britischen Schriftstellers James Hilton, „Der verlorene Horizont“, benannt, um zusätzliche Touristen anzulocken.

In der nordwestlichen Provinz Gansu waren diesen Juli bei zwei dicht aufeinanderfolgenden Erdbeben 95 Menschen um Leben gekommen. In der Provinz Sichuan (Szechuan) waren Anfang des Jahres rund 200 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,6 getötet worden. Fünf Jahre zuvor waren in der selben Provinz fast 90.000 Menschen durch ein Erdbeben gestorben.

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Keine Verletzten in Alaska

Ein schweres Erdbeben mit einer Stärke von 7,0 hat am Freitag eine Inselgruppe in Alaska erschüttert. Das Erdbeben traf die Aleuten, die vom Festland Alaskas hinaus in den Nordpazifik an die Grenze zu Russland führen, in den Morgenstunden (Ortszeit). Das berichtete der Geologische Dienst der USA. Das Epizentrum befand sich rund 1.900 Kilometern westlich von Anchorage. Verletzt wurde niemand. (APA/AFP)


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