Fleischkäse zum Videostudium

Beim Videostudium mit seinen Spielern setzt Zirl-Coach Roland Ortner auf eine gelöste Atmosphäre und spendiert dazu Fleischkäse und Bier.

Die Ratlosigkeit ist Zirls Christoph Mittermair nach der 0:1-Heimpleite gegen den SVI ins Gesicht geschrieben.Foto: Hammerle
© TT/Julia Hammerle

Von Thomas Mair

Zirl –Die Perspektive am Spielfeldrand ist immer nur eine eingeschränkte. Das weiß Zirl-Trainer Roland Ortner nicht erst seit der vergangenen 0:1-Heimniederlage gegen den Sportverein Innsbruck. Darum lässt der Ex-Coach der Wacker Amateure auch jedes Spiel seines Teams in der UPC Tirol Liga filmen, um es danach mit seinen Spielern aufzuarbeiten. „Ich bin neben dem Spielfeld sehr emotional und sehe nur 30 Prozent“, weiß Ortner um die Vorzüge der Videoaufzeichnung. „Wenn wir gegen den SVI nach einer Stunde nicht die Ordnung verloren hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen“, analysierte der 40-Jährige die jüngste Pleite, die seiner Ansicht nach nicht auf die Stärke des Gegners zurückzuführen war.

Beim Videostudium mit seinen Spielern setzt der Coach heute auf eine gelöste Atmosphäre und spendiert dazu Fleischkäse und Bier. Nach dem mageren Start steht dem Aufsteiger zusätzlich ein beinhartes Programm bevor. Bereits morgen müssen Kapitän Marko Simora und Co. in der Reichenau bestehen, bevor mit Hall, Wattens (TFV-Cup) und Kitzbühel vier Tiroler Spitzenmannschaften am Spielplan stehen.

„Die Liga hat eine andere Qualität und wir haben uns bewusst nicht verstärkt, sondern nur junge Leute geholt“, weiß Ortner seine Elf gut einzuordnen, der mit dem Karriereende von Ex-Kapitän Christoph Schmid auch ein konstanter Leistungsträger im Sommer abhandenkam. „Er hat hinten alles zusammengehalten“ und war zweitbester teaminterner Torschütze. Trotzdem erhofft sich Ortner, dass die Jungen an den Aufgaben reifen und in den anstehenden Spielen eventuell einem Favoriten ein Bein stellen können. Und dann steht wohl wieder Fleischkäse am Zirler Video-Speiseplan.

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