Nur Amateure tanzten aus der Reihe

Nach den Siegen von Wattens, dem FC Kufstein und Aufsteiger Schwaz wurde das perfekte Tiroler Westliga-Wochenende durch das gestrige 1:1 der Wacker Amateure gegen Eugendorf verhindert.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Nachdem die WSG Wattens und der FC Kufstein bereits am Freitag jeweils drei Punkte einfuhren, die Schwazer am Samstag in Anif siegten, hatten es die Amateure des FC Wacker Innsbruck gestern in der Hand, das Westliga-Wochenende aus Tiroler Sicht makellos zu gestalten. Doch daraus wurde nichts, weil es an der nötigen Effizienz fehlte und man sich letztlich mit einem 1:1 begnügen musste.

FC Wacker Amateure: Nach drei Heimsiegen in Folge mussten sich die Schwarzgrünen gestern mit einer Punkteteilung gegen Nachzügler Eugendorf begnügen. Als die Gäste aus einem Konter durch Roman Erlacher in Führung gingen, hing die erste Heimniederlage der Tiroler in der Luft. In der Folge wurde noch einmal Gas gegeben und der Ausgleich irgendwie erzwungen – Alex Gründler traf in der 85. Minute nach einem abgefälschten Gredler-Schuss. „Von der ersten Minute an eine schwache Vorstellung. Letztlich ein glückliches Remis“, war Trainer Thomas Grumser richtig angefressen.

WSG Wattens: „Gegen passive Gegner finden wir nicht die richtigen Lösungen. Aber wenn man auswärts letztlich verdient 3:1 gewinnt, muss man auch einmal zufrieden sein“, blickt Trainer Thomas Silberberger nach dem Sieg gegen Wals-Grünau relativ entspannt auf die Tabelle, die von Austria Salzburg angeführt wird: „Die sind zurzeit souverän, aber auch sie werden noch Spiele abliefern, wo sie nicht so abgeklärt auftreten werden.“ Was dem WSG-Coach Sorgen bereitet, ist die schwere Verletzung von Fabian Schumacher. Der Torhüter zog sich im Training eine schwere Fingerverletzung zu und wurde bereits operiert. „Er fällt den gesamten Herbst aus“, so Silberberger, bei dem sich diese Woche wieder die zuletzt angeschlagenen Manuel Wildauer und Marco Hesina fit zurückmelden.

FC Kufstein: Der Stein, der in der Festungsstadt vom Fußballherzen fiel, war ein gewaltiger Brocken. Im siebten Spiel klappte es endlich mit dem ersten Sieg und der fiel mit dem 5:2 gegen Seekirchen auch noch deutlich aus. „Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft nach dem frühen Rückstand reagierte, war beeindruckend“, zollte Gregor Hanel seiner Truppe ein Pauschallob. Für den Trainer stand ja auch einiges auf dem Spiel: „Mir war schon klar, dass etwas passieren hätte müssen, wenn wir nicht gewonnen hätten. Aber ich sehe Riesenpotenzial in der Mannschaft und bin überzeugt, dass wenn wir den Weg weitergehen, sich auch Erfolge einstellen.“ Zudem steht Einser-Goalie Fabian Steidl vor seinem Comeback.

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SC Schwaz: Drei Spiele, drei Siege, Torverhältnis 12:0 – die Auswärtstabelle der Regionalliga West wird vom SC Schwaz angeführt. Für einen Aufsteiger eine sensationelle Bilanz. „Schaut gut aus. Wir machen in der Fremde viel richtig“, war Trainer Martin Hofbauer nach dem 1:0-Erfolg bei den von Michael Baur betreuten Anifern sehr zufrieden. Dabei müssen die Schwazer auf Benni Reiter, Clemens Ringler, Sebastian Stadler, Martin Troppmair und Hannes Oberortner verzichten.


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