Anzahl der Pflichtschüler trotzt dem Tiroltrend

Seit gestern drücken die meisten Pflichtschüler wieder die Schulbank. Entgegen dem Trend stieg die Schülerzahl im Bezirk.

Von Hubert Daum

Imst –Nach knapp zwei Monaten schrillten gestern für die meisten der rund 4900 Pflichtschüler im Bezirk Imst wieder die Schulglocken. Während tirolweit die Schülerzahl um rund 1000 sank, darf man sich im Bezirk über eine leichte Steigerung seit vielen Jahren freuen. Für viele Knirpse war dieser Tag ein besonderes Abenteuer: 730 Taferlklassler und natürlich deren Eltern fieberten auf den ersten Schultag hin, rund 500 Kinder lernten das Ambiente einer Neuen Mittelschule (NMS) kennen. Übrigens, Hauptschulen haben im Bezirk ausgedient: Sölden, Längenfeld, Umhausen, Oetz und Mieming dürfen sich ab sofort NMS mit ihren Schwerpunkten „Lernfelder“ und „Team-Teaching“ nennen.

„Wir haben Gott sei Dank bezirksweit keinen Lehrermangel“, berichtet Schulamtsleiter Markus Reinstadler und weiß alle 620 Planstellen an den 60 Pflichtschulen besetzt. Die geographische Nähe der Pädagogischen Hochschule sei einer der Hauptgründe. „Im Bezirk Imst haben wir keine einzige Schulschließung zu beklagen“, freut sich Bezirksschulinspektor Thomas Eiterer. Tirolweit mussten nämlich sechs weitere Schulen ihre Tore für immer schließen.

Aber auch für die Eltern, speziell für Alleinerzieher, tickt nun die Uhr etwas anders, vor allem im finanziellen Bereich: Alleine für den Schulstart der ABC-Schützen sind zwischen 70 und 250 Euro zu berappen.

Andererseits tut sich bei vielen Erziehungsberechtigten die neue Möglichkeit auf, ganztägig arbeiten zu gehen. Genau aus diesem Grund wird von Bund und Land die schulische Tagesbetreuung forciert. Auch in diesem Bereich sieht der Schulamtsleiter bezirksweit eine Steigerung des Angebotes.

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