Schnee fällt immer tiefer: Winter gibt Gastspiel in Tirol

Der Winter schickt seine nächsten Vorboten ins Land. Nach einem nassen Wochenbeginn kann es am Dienstag sogar bis auf 1100 Meter herunterschneien. Die Asfinag rüstet sich bereits für den Winterdienst.

Innsbruck - „Der Winter wird sich auf den Bergen einnisten“, hatte Meteorologe Werner Troger von den meteo experts bereits vergangene Woche angekündigt. Und ab morgen muss man sich nun auf ein kurzes Gastspiel des Winters einstellen. Eine neue Kaltfront überquert Tirol und bringt Regen, stürmischen Wind sowie eine deutliche Abkühlung. Und die Schneeflocken kommen relativ weit herunter. Die Schneefallgrenze sinkt nämlich rapide - laut verschiedenen Prognosen auf unter 1500 bis sogar 1100 Meter. In den Bergen wird es teilweise „dick weiß“ sein, prophezeit Troger. Der Schwerpunkt der Schlechtwetterfront liegt in der Nacht auf Dienstag, wo es am stärksten regnen bzw. schneien soll.

Asfinag bereitet sich auf Schneefälle vor

Auf wichtigen Passstraßen und Alpenübergängen wie zum Beispiel dem Arlberg, dem Brenner oder dem Fernpass könnte es am Dienstag somit für einige Stunden recht winterlich werden. Die Asfinag rüstet sich bereits für den angekündigten „Wintereinbruch“. So wurden die hochgelegenen Autobahnmeistereien für den Winterdienst in Einsatzbereitschaft versetzt, Pflüge und Streufahrzeuge seien auf die Schneefälle vorbereitet.

An die Autofahrer wird appelliert, höchstmögliche Vorsicht bei der Fahrt über die Brennerautobahn oder die S 16 Arlberg Schnellstraße walten zu lassen. Die gesetzliche Winterreifenpflicht beginnt nämlich erst mit dem 1. November. Die Asfinag rät: Geschwindigkeit an die Fahrbahnverhältnisse anpassen, auf ausreichend Abstand achten, höchste Konzentration beim Fahren und auf entsprechende Winterausrüstung der Fahrzeuge achten - wie etwa das Mitführen von Schneeketten.

Am Dienstagvormittag klingen die Niederschläge dann vorübergehend wieder ab. Tagsüber setzt sich somit im Großteil des Landes zeitweise die Sonne durch und die Wolken geben den Blick auf die frisch verschneiten Berge frei. Es bleibt herbstlich kühl und der Westwind weht unangenehm stark. Die Tiefstwerte liegen bei 4 bis 7 Grad, die Höchstwerte zwischen 9 und 12 Grad.

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Wetterbesserung am Wochenende

Am Mittwoch zieht es neuerlich stärker zu und es setzt wieder Regen ein. Auch am Donnerstag ist mit weiteren Regenschauern und tiefherbstlichen Temperaturen zu rechnen, dafür steigt die Schneefallgrenze wieder. Ab dem Freitag geht es bergauf und am Wochenende sorgt ein Hochdruckgebiet, das sich über Frankreich aufbaut, für besseres und stabileres Wetter. „Es wird wärmer und halbwegs schön mit einem Mix aus Nebel, Sonne und Wolken“, sagt Troger. (TT.com)


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