Und alle jagen den FC Bayern

Real Madrid investierte. Die Engländer wollen angreifen. Paris verpflichtete einen weiteren Top-Stürmer. Barcelona und Dortmund muss man in der Champions League sowieso auf der Rechnung haben.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Die Königsklasse ist zurück. Mit dem ersten Spieltag in der Fußball-Champions-League-Gruppenphase beginnt heute der Weg, der für einen Verein am 24. Mai 2014 mit dem Triumph im Estadio da Luz (Lissabon) enden wird.

Die Favoriten: „Es gibt zehn bis zwölf Klubs, die volles Rohr angreifen“, sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. „Die deutschen Klubs werden sich darauf einstellen müssen, dass es wieder ein Stück schwieriger wird, als es ohnehin schon war.“ Da will man dem ehemaligen Weltklasse-Stürmer nicht widersprechen. Alle jagen die Bayern. Und ein bisschen auch Borussia Dortmund.

Vor allem Real Madrid drängt mit aller Vehemenz auf „La Decima“ – den zehnten Königsklassen-Triumph in der Vereinsgeschichte. „Real Madrid hat seit 2002 nicht mehr das Finale der Champions League erreicht. Das ist eine viel zu lange Zeit für einen Klub dieses Formats“, sagte Trainer Carlo Ancelotti vor dem ersten Gruppenspiel bei Galatasaray Istanbul. Deshalb holten die Königlichen nicht nur in einem Weltrekordtransfer Gareth Bale, sondern investierten weitere 72,5 Millionen Euro in Isco, Illaramendi und Carvajal.

Dagegen nehmen sich die 57 Mio. €, die Barcelona für Neymar ausgab, wie Peanuts aus. Aber Barça hat ja auch Lionel Messi. Der ist trotz allem immer noch der beste Kicker auf diesem Planeten.

Die deutsch-spanische Vormacht beenden wollen die englischen Teams. Dabei scheint der Titelträger von 2012, FC Chelsea, mit Startrainer José Mourinho am besten aufgestellt. Bei Arsenal, ManCity und ManUnited klemmt der Defensivgang noch zu sehr für den ganz großen Wurf.

Und die Italiener? Juventus und Napoli sind gute Teams. Höchstes internationales Niveau verkörpern sie aber ebenso wenig wie Milan. Ganz im Gegensatz zu Borussia Dortmund. In der aktuellen Form ist der Klopp-Truppe alles zuzutrauen. Ebenso nicht zu unterschätzen ist Paris. Immerhin investierte der Scheich erneut viel Geld, das unter anderem Edinson Cavani an die Seine lockte.

Die Finanzen: Fix für alle 32 Teilnehmer ist die Startprämie von 8,6 Millionen Euro. Zusätzlich überweist die Europäische Fußball-Union in der Gruppenphase pro Sieg eine Million und pro Unentschieden 500.000 Euro, Auch für das Erreichen der K.o.-Phase gibt es Extra-Zahlungen. Im Idealfall kann der neue Titelträger 37,4 Millionen Euro einstreichen.

Zahlen: Die Wiener Austria ist der einzige Teilnehmer ohne Erfahrung in der Königsklasse. Nach 2842 Tagen Pause kehrt Österreich morgen endgültig in die Beletage des europäischen Fußballs zurück. Es wird das 43. Champions-League-Spiel einer rotweißroten Truppe.

Dreimal so viele Matches hat alleine Rekordspieler Ryan Giggs (Manchester United/134) in der 1992 eingeführten Königsklasse absolviert. Der Rekordtorschütze heißt Messi und traf bereits 59-mal – das sind mehr Treffer als österreichische Spiele. Noch Fragen?


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