HSV trennte sich von Trainer Fink

Ex-Sturm-Coach Foda wird bei den Hamburgern als Nachfolger gehandelt.

Hamburg – Für Thorsten Fink ist nach nur fünf Spielen in der neuen deutschen Fußball-Bundesliga-Saison Schluss beim Hamburger SV. Der Trainer bestätigte am Montag die Trennung vom HSV. „Ich bin stolz, hier gewesen zu sein die zwei Jahre. Ich habe einen tollen Verein trainiert“, sagte Fink dem Radiosender NDR 90,3.

Er wolle am heutigen Dienstag zurück in die Hansestadt reisen, um sich von der Mannschaft zu verabschieden. Eine offizielle Bestätigung des HSV gab es zunächst nicht. Der Club lud für 11.30 Uhr zu einer Pressekonferenz mit Sportdirektor Oliver Kreuzer ein.

Auch Babbel möglicher Kandidat

Kreuzer hat den 45-jährigen Coach, mit dem er auch in Österreich bei Red Bull Salzburg zusammengearbeitet hatte, am Montagabend über die Trennung informiert. Grund für die Trennung sollen die jüngsten herben Niederlagen gegen Hoffenheim (1:5) und Dortmund (2:6) sowie ein privater Flug von Fink zur Familie nach München am Tag nach der Dortmund-Pleite gewesen sein.

„Zugegebenermaßen ist das etwas unglücklich, die Entscheidung getroffen zu haben, zur Familie zu fliegen“, kritisierte Kreuzer. Auch Präsident Carl Jarchow wirkte verwundert über die freien Tage nach dem Heim-Debakel gegen Hoffenheim. Der Niederösterreicher Paul Scharner hatte unter Fink keine Chance auf einen Platz in der HSV-Elf und hat erst Anfang September seine Karriere im Alter von 33 Jahren beendet.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, dass es bereits erste Gespräche mit dem ehemaligen Hertha- und Hoffenheim-Coach Markus Babbel gegeben habe. Schon länger kursiert auch der Name von Franco Foda in Hamburg. Foda hat einst beim steirischen Erstligisten Sturm Graz mit Kreuzer zusammengearbeitet und musste vor gut drei Wochen wegen des misslungenen Saisonstartes beim deutschen Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern gehen.

„Ich weiß nicht, woher der Name kommt, ich habe das auch gelesen. Das ist absoluter Schwachsinn“, hatte Kreuzer vor der Fink-Beurlaubung über Foda gesagt. Fink war am 17. Oktober 2011 als großer Hoffnungsträger vom FC Basel nach Hamburg gekommen. In seiner ersten Saison rettete der ehemalige Profi von Bayern München die Hanseaten vor dem Abstieg. In der darauffolgenden Spielzeit verfehlte Fink mit Platz sieben knapp die Europa League. (APA/dpa)


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