Gemeinde Stams fährt auf Datenautobahn auf

Das Land investierte 400.000 Euro Förderung in den Ausbau des Internets in Stams. Mitte Oktober geht es in Betrieb.

Von Thomas Ploder

Stams –Für den ländlichen Raum erweist sich die Anbindung an das schnelle Internet immer mehr als entscheidender Standortfaktor. Vor allem Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen fordern entsprechende Bandbreiten, andernfalls wandern sie ab oder siedeln sich gleich gar nicht an, wie jüngst Fälle in Tirol belegten, die TT berichtete.

Die Telekommunikationsunternehmen konzentrieren sich beim Netzausbau aus wirtschaftlichen Gründen auf die Ballungsräume, in denen eine Refinanzierung der getätigten Investitionen gesichert scheint. Wie Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischau­f dazu erklärt, unterstützt das Land deshalb den Netzausbau im ländlichen Raum. Fixe Fördersätze gibt es hierfür nicht.

In den Wettbewerb der Internetanbieter, die die Netze kommerziell betreiben, greift das Land ebenfalls nicht ein. Im Zug einer Ausschreibung werden die Netzbetreiber vor jedem einzelnen Regionalausbau eingeladen, die Kalkulation für die Errichtung der Infrastruktur und eine entsprechende Wirtschaftlichkeitsberechnung vorzulegen. Daraufhin entscheidet das Land im Einzelfall über Kooperationspartner und die Höhe der Zuschüsse. „Die Initiative für eine derartige Strukturverbesserung muss aber in jedem Fall von der betroffenen Gemeinde ausgehen“, erklärt dazu LR Patrizia Zoller-Frischauf.

Dank erheblicher Investitionen von A1 und rund 400.000 Euro Landesförderung gehören so die geringen Bandbreiten und niedrigen Übertragungsleistungen der Internetanschlüsse nun auch in Stams der Vergangenheit an. Nach Abschluss der Bau­arbeiten werden Mitte Oktober die neuen Anlagen in Betrieb gehen. Bisher über ein Kupferkabel von Silz aus versorgt, litt Stams oft unter geringen Verbindungsgeschwindigkeiten der Internetanschlüsse. A1-Technik-Vorstand Marcus Grausam mit seinem Projektteam und Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf präsentierten nun BM Franz Gallop vor Ort die Rahmendaten der soeben fertig gestellten Glasfaseranbindungen.

Gewerbegebiet, Stift mit Hochschule und Gymnasium, Gemeindeamt und Stiftsgymnasium werden zukünftig direkt mit einem Glasfaserkabel angebunden und erreichen damit die technisch höchstmöglichen Übertragungsgeschwindigkeiten.

Alle anderen Anschlüsse erfolgen weiter über die bestehenden Kupferleitungen. Dank der kurzen Leitungs­längen bis zur Datenautobahn steigt aber auch hier die Übertragungsleistung deutlich.


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