Lehrer fürchten Abstriche

Die AHS-Gewerkschaft informiert an 25 Tiroler Gymnasien und in ganz Österreich.

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Innsbruck, Wien –In Imst informierte am Montag in der fünften und sechsten Stunde die Gewerkschaft der AHS-Lehrer über das von der Bundesregierung geplante neue Dienstrecht. Der Unterricht in der AHS Imst fiel für zwei Stunden aus. Die Stimmung in der Klasse war betrübt. Junglehrern stünden einige Verschlechterungen ins Haus, ist eine Lehrerin überzeugt. „Die Solidarität unter den Lehrern ist groß“, sagt die 28-Jährige. „Die älteren schlagen sich auf die Seite der jungen Lehrer. Im Kollegium soll es keine Zweiklassengesellschaft geben.“ Die junge Lehrerin wäre bereit, mehr zu arbeiten. „Das ist nicht das Thema, aber dafür braucht es einen geeigneten Arbeitsplatz.“

In ganz Österreich finden dieser Tage an Gymnasien solche Dienststellenversammlungen statt – zur Information und nicht als Vorstufe zu Kampfmaßnahmen, wie die AHS-Gewerkschaft betont. Das geplante Dienstrecht trifft alle Lehrer, die bis 2019/20 kein unbefristetes Dienstverhältnis haben. Die Pläne des Bundes sehen eine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung von derzeit 20 bis 22 auf 24 Stunden vor. Es sind höhere Anfangsgehälter samt späterer Verflachung der Gehaltskurve, neue Regeln für Zulagen, verpflichtende Fortbildung sowie ein Aus für die Pragmatisierung geplant.

Die Pflichtschullehrer haben ihre Stellungnahme abgegeben. Die größte Lehrergewerkschaft ist in ihrer Tonalität etwas zurückhaltender als die AHS-Gewerkschaft. Sie hat alle Lehrer dazu aufgerufen, eine Stellungnahme abzugeben und das Parlament damit zu bombardieren. Auch die junge Lehrerin in Imst wird das tun. „Das ist unser Recht“, meint sie. (aheu, APA)

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