Bezirkshauptfrau kehrt an den Schreibtisch zurück

Nach 16 Monaten Babypause ist Katharina Rumpf wieder offiziell im Amt. Sie will die BH künftig vermehrt für Kinder und Schüler öffnen.

Von Simone Tschol

Reutte –Entspannte Atmosphäre herrschte gestern Vormittag im Büro von Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf. „Ich bin gekommen und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Wirklich: Es hat sich so angefühlt, als wäre ich nur länger im Urlaub gewesen“, erklärte Rumpf bei ihrem beruflichen Wiedereinstieg. Im Juli letzten Jahres kam Tochter Lara zur Welt. „Ich war jetzt 16 Monate weg. Es war eine wunderschöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Aber jetzt ist es auch wieder schön, hier zu sein“, sagt Rumpf. Ihr Mann Andreas sei nun in Karenz und damit für Töchterchen Lara da. „Er freut sich sehr und die beiden haben es richtig fein.“

Da Rumpf seit jeher der Kontakt zu ihren Mitarbeitern sehr wichtig war, führte ihr erster Weg quer durchs Haus – von Tür zu Tür. „Ich werde noch mit allen Mitarbeitern Gespräche führen. Zudem haben wir einige neue Gesichter im Team und die will ich ja auch kennen lernen.“

Ihr Stellvertreter Konrad Geisler, der in den letzten Monaten die Leitung der Außerferner Verwaltungszentrale innehatte, zieht eine durchwegs positive Bilanz. „Es war eine schöne Zeit und eine tolle Erfahrung. Ich war am Anfang ein wenig überrascht, auch was das Zeitmanagement betrifft. Erst wenn man auf dem „Chefsessel“ sitzt, sieht man, was da an Arbeit anfällt – sowohl im Haus, als auch mit den Gemeinden draußen. Man ist für jede Zeile verantwortlich, die das Haus verlässt, und muss alles genehmigen – sogar den kleinsten Schrauben. Es dauert schon seine Zeit, bis man da hineinwächst.“

Auch Elisabeth Singer, die als Geislers Stellvertreterin fungierte, blickt gerne zurück: „Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn ich repräsentative Aufgaben übernehmen durfte.“

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Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf hat sich in den vergangenen Monaten optisch durch einen flotten Kurzhaarschnitt verändert. Aber auch ihr Blickwinkel ist nun ein anderer. Sie möchte die BH künftig für Kinder öffnen, damit diese einen Einblick bekommen, was die BH ist und was dort passiert. Auch möchte sie einen Bürgersprechtag einführen. Rumpf augenzwinkernd: „Das sind alles so Sachen, die ich mir in meinen zahlreichen schlaflosen Nächten überlegt habe.“ Während der Woche werde sie zu 100 Prozent für die Mitarbeiter und den Bezirk da sein. Die Abende und Wochenenden seien aber für die Familie reserviert. „Da möchte ich bei meinem Kind sein“, meint Rumpf und fügt mit einer kräftigen Portion Selbstironie hinzu: „Ich bin eine furchtbare Glucke.“


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