Kein Schüler soll Füllung haben

Das Haus der Gesundheit der Gebietskrankenkasse feiert sein 20-jähriges Bestehen.

Von Marco Witting

Innsbruck –Rund 200.000 Patienten in zwei Jahrzehnten mit insgesamt 700.000 Massagen und zwischen 600 und 700 Tiroler Tag für Tag. Die Ambulanz für Physiotherapie im Haus der Gesundheit der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) blickt zum 20-Jahr-Jubiläum auf eine bewegte und bewegende Gesichte zurück. Und auch die zweite Säule des Hauses, das Zahnambulatorium, ist weiterhin in aller Munde.

Bereits 1931 wurde ein Zahnambulatorium in Innsbruck geschaffen. Vor allem für Menschen, die es sich sonst nie leisten konnten. Seit 20 Jahren ist die Einrichtung nun im Haus der Gesundheit. Einer der Schwerpunkt ist dabei das Kinderprogramm. Elmar Favero, Pionier dieses Programmes und Leiter des Zahnambulatorioums: „Die Zukunft liegt in der Vorsorge mit höchstmöglicher Zahnschonung. Das Ziel ist, dass kein Schulabgänger eine Füllung und kerngesunde Zähne hat.“ Die Statistik gibt dem Mediziner recht. Tirol liegt in der Kariesstatistik österreichweit an der Spitze.

Zudem gibt es den Plan von neuen Leistungen in der Zukunft. Neben der Paradonthosebekämpfung sollen auch Implantate angeboten werden. „Wir wollen uns nicht am Hightech orientieren, sondern an dem, was für unsere Patienten wichtig ist“, sagt Favero.

Und bei diesen Patienten will die TGKK auch ihre soziale Verantwortung wahrnehmen. Ein guter Teil der Patienten verfügt über nicht so viel Geld. „Die bekommen hochmoderne Behandlung an einem Platz“, wie es Obmann Werner Salzburger ausdrückte. Direktor Arno Melitopulos fügt gleichzeitig an, dass kein Unterschied zwischen den Patienten gemacht werde. Zudem werden Versicherte aller Kassen betreut.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

Während der Bereich der Physiotherapie kostendeckend arbeite, gebe es bei der Zahnambulanz stets einen Abgang. Zwischen drei und fünf Prozent liegt dieser. Melitopulos: „Das sind aber keine Millionenbeträge.“ Dies liegt laut Aussagen der Verantwortlichen vor allem daran, dass die Behandlungen schwer zu kalkulieren und die Tarife teilweise veraltet sind.


Kommentieren


Schlagworte