„Der eine steht auf dich, der andere eben nicht“

Die Vorbereitung auf die Grödig-Partie erinnert Wackers Innenverteidiger Sebastian Siller auch an weniger ruhmreiche Tage.

Von Alex Gruber

Innsbruck –Runde neun in der österreichischen Fußball-Bundesliga wird den FC Wacker Innsbruck am Samstag (19 Uhr) nach Grödig führen. Dort, wo der bärenstarke Aufsteiger mit doppelt so vielen Punkten (16:8) derzeit sensationell auf Platz zwei der Tabelle rangiert.

Den Weg in die Kabine kann den Wackerianern am Wochenende am besten Sebastian Siller weisen. Eineinhalb Jahre hat er für die Salzburger gespielt. Das erste unter Coach Heimo Pfeifenberger war mit 30 von 36 möglichen Einsätzen vom Start weg ein Hammer, das letzte Halbjahr unter Meistermacher Adi Hütter schlichtweg zum Grausen: Gerade einmal 45 Minuten stand der Innsbrucker unter dem späteren Grödiger Meistermacher in der Herbstsaison 2012 am Platz. „Das war die Hölle“, nickt „Sewi“. Nachsatz: „Der Roli (Wacker-Coach Kirchler, Anm. d. Red.) und Wacker haben mich gerettet.“ Die Lektion nach dem Transfer im Winter 2012/13 war ohnehin schnell gelernt: „Der eine Trainer steht auf dich, der andere eben nicht.“

Bei der jüngsten 0:4-Heimniederlage gegen Rapid konnte Kirchler nicht auf Siller stehen. Ein Magen-Darm-Virus setzte ihn außer Gefecht. Zu dem gesellte sich in dieser Woche noch ein Haarriss in der Bizeps-Sehne hinzu, gemeinsam mit Christian Schilling stand gestern vorsorglich nur Individualtraining auf dem Programm. Heute sollen aber wieder beide zum Teamtraining stoßen.

Das Feld in der Defensive lichtet sich zur Stunde beim FCW: Egoitz Jaio und Marco Kofler sind gesperrt, Michael Steinlechner verletzt, Simon Piesinger setzte gestern wegen muskulärer Probleme die Übungseinheit aus. Das lässt auf ein Comeback von Siller in Grödig schließen. Dort, wo ihn Hütter im Fußballerjargon „rasiert“ hat. „Der Großteil jener Truppe, mit der ich gespielt habe, ist noch da. Sie sind in meinen Augen aber kein klassischer Aufsteiger, der von der Euphorie lebt, sondern spielen mit vermeintlichen No-Names wie Salamon oder Cabrera einen sehr guten Fußball“, lobt Blondschopf Siller seinen Ex-Klub ohne besondere Revanchegelüste zu hegen: „Ich kenne das Umfeld und konzentriere mich auf meinen Job.“ Noch ist ja nicht einmal Wackers Aufstellung heraußen – und wer wirklich fit ist ...


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