Run auf Update für iPhones, iPads und iPods auf iOS 7 startet heute

Heute ab ca. 19 Uhr ist es soweit: Apple rollt weltweit das Update des Betriebssystems für iPhones, iPads und iPods aus. Der Update-Day wird für die Infrastruktur des globalen Internets zur Belastungsprobe. Was das dem User nutzt? Ein Überblick:

Innsbruck – Warum das neue iPhone-Betriebssystem iOS 7 in seiner Entwicklungsphase den Code-Namen „Innsbruck“ trug, wurde in der TT Online bereits ausführlich behandelt. Nun, nach einer Monate langen Beta-Phase, in der Entwickler das System ausgiebig testen konnten und Apple nach und nach Verbesserungen veröffentlichte, ist es aber soweit: iOS 7 steht ab heute Abend kostenlos zum Download zur Verfügung.

Traditionell bedeutet der Update-Day drei Dinge:

1. Millionen Menschen versuchen gleichzeitig ihre mobilen Apple-Geräte mit dem neuen Betriebssystem auszustatten. In Folge kommt es zu Serverausfällen, langen Wartezeiten und Verbindungsabbrüchen. Dafür verantwortlich ist die unglaubliche Zahl von Nutzern, die iPhones, iPads und iPods benutzen. 700 Millionen iOS-Geräte wurden bisher verkauft. Und anders als bei Android-Usern sind Nutzer von iOS-Geräten fleißige Aktualisierer: 93 Prozent aller Nutzer verwenden die aktuellste Version des Betriebssystems. Daran wird sich wohl auch beim Schritt von iOS 6 auf iOS 7 wenig ändern. In diesem Zusammenhang warnte laut dem deutschen Spiegel der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco in einem Mail davor, dass „die Infrastruktur des mobilen Internets weltweit an ihre Kapazitätsgrenzen“ gebracht werden wird.

Das neue Kontrollzentrum, die Mitteilungszentrale und Multitasking:

2. Für alle, die gleich in der ersten Welle dabei sein wollen, bedeutet das neue iOS 7 teilweise fundamentale Veränderungen und eine damit verbundene Eingewöhnungszeit. Die Highlights des neuen Betriebssystems sind:

iOS 7 verfügt über ein neues Kontrollzentrum, das von jeder App aus aufgerufen werden kann. Ein Wischen vom unteren Bildschirmrand nach oben genügt. Im neuen Kontrollzentrum können Einstellungen zur Helligkeit, Lautstärke, Musik, W-Lan und Bluetooth gemacht werden. Umständlich sich in die Einstellungen vorzuarbeiten ist nicht mehr notwendig. Außerdem können praktische Apps wie Kamera, Taschenrechner, Stoppuhr oder Taschenlampe hier aufgerufen werden.

Airdrop ergänzt die Funktionalität des Betriebssystems um die Möglichkeit, Daten von Handy zu Handy zu schupfen. Das war bisher nur über Apps von Drittanbietern möglich und erwies sich zeitweise als sehr umständlich. Fotos, Videos, Adressen usw. können mittels Airdrop schneller und leichter ausgetauscht werden.

Die Funktion Activation Lock soll mehr Sicherheit für iOS-Geräte-Besitzer bringen. Über diese Funktion kann ein verlorenes oder gestohlenes iPhone gegen eine neue Aktivierung geschützt werden. Für Dieb oder Finder wird das Smartphone damit nutzlos.

Auch beim Multitasking der Apps hat sich einiges geändert. Apps, die man gerade nicht verwendet können einfach vom Bildschirm geschubst werden, um sie komplett auszuschalten. Außerdem wurde das Handling im Hintergrund geändert, wodurch der Prozessor des Phones entlastet werden soll - was auch Nutzern älterer iPhones oder iPads zu Gute kommen.

Außerdem wurde die Kamera-App gründlich überarbeitet. Die Änderungen betreffen vor allem neue Bearbeitungsmöglichkeiten für Fotos, Filter und andere Optionen.

Das Mitteiliungszentrum, das bereits in der iOS 5 eingeführt worden war, ist für iOS 7 komplett überarbeitet worden. Es gibt nun einen nützlichen Tagesüberblick samt Wetterprognosen, Terminen, Erinnerungen und den Plan für den kommenden Tag. Außerdem werden unter dem „Verpasst“-Tab übergangene Benachrichtigungen aufgelistet.

Fotos-App, AirDrop und die neue Kamera:

3. Die Änderungen am Betriebssystem sind - wie immer - große. Und wie immer kann es zu ungewollten Nebeneffekten kommen. Bugs sind bei großen Software-Änderungen nie auszuschließen. Außerdem belastet einen aktuellere Softwareversion ältere Hardware sehr oft über die Maßen. Das heißt, dass bei iOS 7 gerade Nutzer von iPhone 4 oder iPad 2 etwas unter die Räder kommen könnten. Die Veränderungen von iOS 6 auf iOS 7 sind außerdem so gravierend - besonders auch hinsichtlich des Designs - dass viele User wohl nicht von Beginn an Freudentänze aufführen werden. Außerdem: Wer iOS 6 in Jailbreak-Verion geliebt hat, wird mit iOS 7 wohl kaum glücklich werden. Hacker arbeiten zwar bereits an den entsprechenden Jailbreaks um das System zu „entfesseln“. Doch normalerweise dauert der Prozess dorthin noch einige Wochen.

Die neu gestalteten Safari, Mail und Wetter-Apps:

Bleibt noch anzumerken, dass iOS 7 für die neue Hardware, das iPhone 5S und iPhone 5C, maßgeschneidert wurde. Und diese beiden Geräte lassen in Österreich noch ein paar Tage auf sich warten. (tt.com)


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