Ausrufezeichen der Union

Die Mannschaft von Zoran Tanaskovic bezwang die Reichenau im Stadtderby mit 4:2. Kitzbühel wandelte derweil gegen Kirchbichl auf den Spuren von Manchester United.

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –„Ich werde ein schönes restliches Wochenende haben.“ Keine Frage. Mit einem Derbysieg im Rücken lässt es sich gleich leichter leben. Das weiß auch Zoran Tanaskovic. Der Union-Trainer hätte nach dem 4:2-Erfolg im Stadtderby gegen die Reichenau am liebsten die ganze Welt umarmt. „Heute stand eine Mannschaft am Feld. Wir haben verdient gewonnen“, freute sich der ehemalige Kematen-Coach.

Herausheben wollte er aus dem funktionierenden Kollektiv aber niemanden. „Wenn man gegen die Reichenau gewinnt, ist die Mannschaft der Star.“

Reichenau-Coach Flo Schwarz ließ kein gutes Haar an seiner Truppe. „Zweimal fünf Minuten pro Halbzeit gut spielen, ist zu wenig. Wir waren viel zu lasch. Keine Spur von Derby-Aggressivität.“

Schon am Freitagabend war in Kitzbühel ein echter Thriller über die Bühne gegangen. Dabei wandelten die Gamsstädter auf den Spuren von Manchester United. Wie die Red Devils im Champions-League-Finale 1999 gegen Bayern, verwandelte die Markl-Truppe in der Nachspielzeit einen Rückstand in einen Sieg. Der Leidtragende hieß Kirchbichl. „Dieser Last-Minute-Sieg hat im ganzen Umfeld Freudentaumel ausgelöst“, jubelte Markl.

In einem echten Spitzenspiel hatten die Tore von Simon Viertler (91.) und Manuel Schmid (93.) die Kirchbichler Führung egalisiert. Es war die konsequente Fortführung einer Serie. „Wir sind seit über einem Jahr zuhause ungeschlagen“, erzählt der Trainer stolz.

Wenn die Mannen rund um Ex-Wacker-Profi Schmid auch noch ihre Auswärtsschwäche in den Griff bekommen, sind sie ein echter Titelkandidat.


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