Schüler nahmen Krimiautor heftig ins Kreuzverhör

Der Landecker Autor Dietmar Wachter war zu Gast beim spannenden kriminologischen Projekt an der Neuen Mittelschule Zams-Schönwies.

Von Markus Hauser

Zams –Was ist ein Krimi? Wer sind die Hauptakteure in einem Kriminalroman? Welche Arten von Krimis gibt es? Was macht einen guten Krimi aus? Wer sind die bekanntesten Krimiautoren? Gibt es in der näheren Umgebung einen Krimischreiber? Wo spielen die Geschichten? Das waren die mehr als spannenden Fragen, mit denen sich die dritten Klassen der NMS Zams-Schönwies im Rahmen eines „kriminologischen“ Projektes mit ihren Lehrern Beatrix Pinggera, Irmgard Rauch und Harald Ehrlich über mehrere Tage beschäftigten.

Über die Internetrecherche hinaus galt es, in der Schul- und Ortsbücherei zu stöbern, Klappentexte zu untersuchen, hier und dort Notizen zu machen und die Ergebnisse in einem Bericht abzufassen.

Doch damit nicht genug. Den Abschluss des Projektes krönte eine lange Nacht des Krimis mit Stargast Dietmar Wachter alias Inspektor Matteo Steininger, im realen Leben Kriminalbeamter und Krimiautor aus Landeck.

Beinhart ins Kreuzverhör genommen, gestand dieser alles: die Titel und Inhalte seiner drei Heimatkrimis, wie sie zustande kamen, wie er überhaupt zum Schreiben kam, wie sein Arbeitsalltag aussieht, welche Hobbys er betreibt, wie ein Manuskript zum Buch wird, wie man einen Verleger findet und vieles mehr. Zum Schreiben kam Wachter durch Zufall. Eine seiner beiden Töchter bat den Papa um Mithilfe, als es galt, für den Deutschunterricht ein Kapitel für einen Krimi zu schreiben. Und siehe da, Tochter und Papa bekamen ein „Sehr gut“ und der Impuls zum Schreiben war gegeben. Inzwischen sind es drei Romane und der Erfolg kann sich sehen lassen. Beim Krimiforum Wien wurde Wachter bekundet, dass man lieber mehr von Inspektor Steininger lesen würde als vom venezianischen Kollegen Kommissar Brunetti.

Und wie kommt Wachter zu seinen Geschichten? „Die schreibt das Leben. Immer wieder begegne ich beruflich mysteriösen Begebenheiten. Mit ein bisschen Fantasie gedeutet, sind sie die besten Vorlagen für meine Krimis“, erläuterte Wachter.

Mit dem Kreuzverhör war es noch nicht getan. Beim Workshop unter der inspirierenden Regie des Herrn Inspektors sollten die Schüler eine Krimi-Kurzgeschichte schreiben. Das Ergebnis konnte sich sehen bzw. hören lassen. Da darf der Unterricht schon einmal länger dauern: bis zum nächsten Morgen, nächtliches Krimilesen und Gespensterstunde inklusive.


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