Munro spielt mit positiver Präsenz

Im dritten Saisonheimspiel der Erste Bank Eishockeyliga haben die Innsbrucker Haie heute (19.15 Uhr) Fehérvár (HUN) zu Gast. Mit Respekt, aber auch frech will man dem Ex-Club von Adam Munro begegnen.

Von Alex Gruber

Innsbruck –„Für uns ist jedes Spiel schwer, weil wir immer der Herausforderer sind. Wir dürfen aber nicht zu viel auf den Gegner schauen“, eröffnete Haie-Coach Danny Naud gestern das Pressegespräch mit einem altbekannten Credo. Wenngleich auch Naud gesteht, dass der 4:2-Heimsieg über Laibach nach der 1:6-Auftaktklatsche gegen den HC Bozen Balsam auf der Seele war. Auch beim jüngsten Auftritt bei den Bullen in Salzburg (1:2) habe die Formkurve mit jedem einzelnen Drittel nach oben gezeigt. Schade, dass sich Craig Switzer (Schulter) verletzte und rund drei Wochen nicht zur Verfügung steht.

So weit, so ... Die Moral der bisherigen Saisongeschichte und stets erforderlichen Tugenden macht der Haie-Trainer folgendermaßen fest: „Der Kopf sollte frei sein, aber wir müssen uns immer beweisen. Nichts kommt von alleine. Man darf nie auf die seeds of success (übersetzt: Samen des Erfolges) vergessen. Ich hoffe aber schon, dass wir zuhause ein bisschen frecher sind und nicht Angst haben, Fehler zu machen. Auch das ist ein Lernprozess.“

Neben dem bewährten Videomaterial konnte Naud in dieser Woche auch bei seinem Schlussmann Adam Munro wertvolle Informationen über den Gegner einholen. Der 30-jährige Haie-Keeper stand die letzten beiden Saisonen bei den Ungarn („ich hatte eine gute Zeit dort“) im Einsatz: „Sie haben viele neue Spieler und einen neuen Coach bekommen. Ich will gegen meinen Ex-Club einfach nur ein normales, gutes Spiel machen“, führt der Kanadier aus. Das große Kopfzerbrechen – auch über die Stärke des Gegners (Fehérvár besiegte zuletzt die Vienna Capitals mit 3:0) – ist nicht Munros Sache: „Wir werden sehen, was passiert. Wir müssen einfach unserem System vertrauen, hart arbeiten und dann kommen vorne auch die nötigen Tore. Ob wir 9:8 oder 1:0 gewinnen, ist ja egal.“ Der Defensive würde ein Bestschießen wohl weniger gefallen.

Neben seinen tollen Reflexen steigert Adam Munro im Haifischbecken auch die Qualität, wenn es um den Gute-Laune-Faktor geht. Offen und fröhlich marschiert der Legionär gemeinsam mit seinem Boxerhund Duke, der sich zuletzt im Inzinger Schärmerhof auch über geschenkte Würstchen erfreuen durfte, durch die Gegend. „Ich versuche einfach, eine gute Beziehung zu den Jungs zu haben. Das ist wichtig. Ich habe in meiner Karriere auch Goalies gesehen, die nicht nett zu ihren Vorderleuten waren und vor denen somit nicht gerne verteidigt wurde“, führt er auch eine psychologische Komponente aus. „Gute Laune ist ansteckend. Genauso wie schlechte. Da ist mir gute schon lieber“, genießt auch Naud Munros positive Präsenz.

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