Kräftespiel zwischen Außen und Innen

Imst – Der 1937 in Altstätten geborene Künstler Josef Ebnöther ist einer jener Künstler, die über den Weg der Klassischen Moderne zu sich un...

Imst –Der 1937 in Altstätten geborene Künstler Jose­f Ebnöther ist einer jener Künstler, die über den Weg der Klassischen Moderne zu sich und ihrer ganz persönlichen Bildsprache bzw. Sichtweise der Kunst gelangten. Behutsam hat sich der Schweizer von einer eher gegenständlichen Malerei, wie sie etwa noch 1981 in der Galerie Elefant zu sehen war, hin auf den Weg zu seiner sensitiv nach innen gerichteten Malerei gemacht.

Es sind nicht die großen Sensationen, die lauten Ereignisse, die das Schöpferische in ihm in Gang setzten, wie er sagt, sondern oft sei es die Kraft des Banalen, eine Zigarettenschachtel, ein Tisch, ein Feld, die ihn zu geistigen Exkursen animieren. Ein äußerst besonnen entwickeltes Vokabular verweist auf eine sehr persönliche Form lyrischer Abstraktion, hinter der sich die Sache, die Idee verbirgt. Freilich, da und dort lässt sich Ebnöther eine kleine Hintertür offen, durch die der Betrachter die Anmutung eines Gegenstandes zu erhaschen glaubt. Ein­e konkrete Bildidee im Kopf, lässt sich Ebnöther noch genügend Platz für ein sich spontan entwickelndes Kräftespiel von Formen und Farben.

Der Titel der aktuellen Ausstellung in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann in Imst „Das Bild – ein Fenster nach innen und außen“ mit einer Auswahl von Arbeiten der letzten drei Jahre ist bezeichnend für Ebnöthers Schaffen. Es sind mit Dynamik aufgeladene Bildfelder, die ihre Kraft aus dem Bildgrund heraus beziehen und deren Wesen das ausgeklügelte Zusammenspiel von Außen und Innen ausmacht. (hau)

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