Frankreich zu Waffenlieferungen an Rebellen bereit

Hollande will bei einer Waffenlieferung Kontrollen, damit sie nicht in Hände von Islamisten fallen.

© EPA / ETIENNE LAURENT / POOL

Paris/Damaskus – Frankreich hat erstmals erklärt, syrische Rebellen mit Waffen versorgen zu wollen. Sie sollten an Aufständische gegeben werden, die zwischen Regierungstruppen einerseits und radikalen Islamisten andererseits stünden, sagte Präsident Francois Hollande am Donnerstag bei einem Besuch in Mali. „Wir werden das (die Lieferung von Waffen) in einem breiteren Zusammenhang und mit mehreren Ländern gemeinsam in einem Rahmen tun, der kontrolliert werden kann“, sagte Hollande. „Denn wir können nicht akzeptieren, dass Waffen in die Hände von Jihadisten fallen, gegen die wir hier (in Mali) gerade erst gekämpft haben.“

Eine Bewaffnung der Rebellen ist unter westlichen Ländern unter anderem deswegen umstritten, weil die syrische Opposition zersplittert ist und unter den Rebellen islamistische Gruppierungen zuletzt an Stärke gewonnen haben. Daher wird befürchtet, dass westliche Waffen in die Hände radikaler Muslime mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida gelangen könnten.

Im Juni hatte der syrische Staatschef Bashar al-Assad europäische Staaten davor gewarnt, Waffen an die Rebellen in seinem Land zu liefern. „Wenn die Europäer Waffen liefern, wird der Hinterhof Europas terroristisch, und Europa wird den Preis dafür zahlen“, hatte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt. Eine Folge von Lieferungen an die Rebellen wäre der Export des Terrorismus nach Europa, sagte Assad. „Terroristen werden kampferfahren und mit extremistischer Ideologie ausgerüstet zurückkehren.“ (APA/Reuters)


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