Treffen von Obama und Rohani kommende Woche möglich

Ein Treffen könnte am Rande der UNO-Vollversammlung in New York stattfinden. Israel warnt vor „betrügerischen Worten“ aus Teheran.

US-Präsident Barack Obama sei für Gespräche bereit.
© EPA/MICHAEL REYNOLDS

Washington/New York – Die US-Regierung schließt ein Treffen zwischen Präsident Barack Obama und seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rohani (Rouhani) in der kommenden Woche nicht aus. Dies sei möglich, sagte Präsidialamtssprecher Jay Carney am Donnerstag mit Blick auf die UNO-Vollversammlung in New York, an der beide Politiker teilnehmen werden. Bisher sei aber kein Treffen vereinbart. Obama sei aber zu bilateralen Verhandlungen bereit, vorausgesetzt die Iraner meinten es ernst damit, ihr Atomprogramm aufzugeben.

Der französische Präsident Francois Hollande sagte unterdessen während eines Besuchs in Mali, er werde mit Rohani auf dessen Wunsch hin am Rande der UNO-Vollversammlung zusammenkommen.

Der Westen verdächtigt den Iran seit Jahren, heimlich an Kernwaffen zu arbeiten. Die Islamische Republik weist dies zurück. Ihr geht es nach eigenen Angaben nur um eine zivile Nutzung der Atomkraft. Verhandlungen haben bisher nichts gebracht.

Rohanis Äußerungen in einem Interview des Fernsehsenders NBC bezeichnete Carney als positiv klingende Rhetorik. Taten seien jedoch wichtiger als Worte. Rohani hatte in dem Interview wenige Tage vor seiner ersten Rede bei der UNO-Vollversammlung versöhnliche Töne angeschlagen. Sein Land wolle keinen Krieg und werde niemals Atomwaffen entwickeln, sagte er.

Israel bezeichnete die Äußerungen als Versuch, die Welt zu täuschen. „Man darf sich von den betrügerischen Worten des iranischen Präsidenten nicht narren lassen“, hieß es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. (APA/Reuters)


Kommentieren


Schlagworte