Dutzende Tote bei Angriffen von Islamisten in Nigeria

Behördenvertreter machen die Boko-Haram-Sekte für den Tod von mindestens 87 Menschen verantwortlich.

Die Sicherheitskräfte in Nigeria stehen den Gewaltakten der radikalen Sekte Boko Haram scheinbar machtlos gegenüber.
© AP

Abuja – Bei einem Angriff mutmaßlicher Kämpfer der islamistischen Boko-Haram-Sekte sind im Nordosten Nigerias offenbar mindestens 87 Menschen getötet worden. Die als Soldaten verkleideten Bewaffneten hätten im Bundesstaat Borno zahlreiche Häuser niedergebrannt, wie ein Behördenvertreter am Freitag sagte. Fliehende Menschen seien an Kontrollposten der Islamisten niedergeschossen worden. Der Überfall ereignete sich bereits am Dienstagabend. Es werde weiter nach Opfern gesucht, sagte der Vertreter der Umweltschutzbehörde Bornos. Gouverneur Kashim Shettima reiste an den Ort der Bluttat.

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. Die Gruppe verübte zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen. Bei den Anschlägen und Kämpfen mit der Armee wurden mehr als 3600 Menschen getötet. Für den Nordosten Nigerias gilt der Ausnahmezustand, seit die Armee im Mai eine Offensive startete, um den Aufstand von Boko Haram zu beenden. (APA/AFP)

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