Teilverkauf an Benko: Einheitliche Führung bei Karstadt bleibt

Die Signa-Investitionen von 300 Mio. Euro sollen nur zur Hälfte in die herkömmlichen Filialen fließen. Der Rest ist für die Premium- und Sporthäuser bestimmt.

Der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko will in den nächsten Jahren mindestens 150 Kindertagesstätten errichten.
© APA/HANS KLAUS TECHT

Innsbruck/Berlin - Bei der deutschen Kaufhauskette Karstadt sollen auch nach dem Verkauf der Premium- und Sporthäuser an die österreichische Signa-Holding des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko alle Sparten weiter gemeinsam geführt werden, berichtet der „Spiegel“. Das deutsche Nachrichtenmagazin berichtete, auch der Einkauf werde künftig zentral betrieben. Der Aufsichtsrat werde ebenfalls weiterhin für alle drei Bereiche verantwortlich sein. Ein Sprecher der Signa-Holding wollte den Bericht am Freitag nicht kommentieren. Von der Berggruen-Holding und Karstadt waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen hatte am vergangenen Montag überraschend bekanntgegeben, die Anteile der Premium- und Sporthäuser zu 75,1 Prozent an Benko übertragen zu haben. Im Zuge des Verkaufs sollen insgesamt 300 Mio. Euro an Investitionen in die Karstadt-Filialen fließen.

Laut „Spiegel“ entfällt allerdings nur die Hälfte davon auf die 86 „normalen“ Karstadt-Warenhäuser. Der Rest sei vor allem für die Premiumhäuser, zum Teil aber auch für die Sporthäuser bestimmt. Die Hälfte des Geldes sei bereits bis zum Jahresende fällig. (tt.com, dpa)

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