EuroBasket: Frankreich und Litauen bestreiten EM-Finale in Ljubljana

Die Balten beendeten die weite Turnier-Reise von Österreichs Quali-Gegner Kroatien mit 77:62. Die Franzosen entthronten den Titelverteidiger Spanien.

Von Ernst Weiss aus Ljubljana, APA

Ljubljana - Frankreich und Litauen bestreiten am Sonntag (21.00 Uhr) in Ljubljana das Endspiel bei der Herren-Basketball-Europameisterschaft (EuroBasket) 2013. Spanien ist entthront. Die Grand Nation zog am späten Freitagabend nach einem Overtime-Krimi in einer Neuauflage des Finales von 2011 durch ein 75:72 (65:65, 20:34) n.V. gegen den Titelverteidiger ein. Zuvor hatte sich Litauen mit einem 77:62 (40:37) gegen Kroatien, den Sieger der Österreich-Gruppe in der EM-Qualifikation im vergangenen Jahr, qualifiziert.

Am Freitagabend lagen die Spanier in einer sehr hart geführten Partie zur Pause zwar schon deutlich und auch die meiste restliche Zeit voran, um nach 45 Minuten netto doch als Verlierer vom Parkett zu schleichen. Hauptverantwortlich für die Niederlage des noch amtierenden Europameisters war ein entfesselter Tony Parker, der auch von der besten Defensive des Turniers kaum zu stoppen war. 32 Punkte standen für den Guard am Ende zu Buche, der in der Verlängerung auch an der Freiwurflinie eiskalt viermal verwandelte. Dem überragenden Parker hielten auf spanischer Seite vor allem Marc Gasol (19) und Rudy Fernandez (17) dagegen. Detail am Rande: Exakt 33 Sekunden war Frankreich in der regulären Spielzeit laut offizieller Statistik vorangelegen, inklusive Overtime waren es 1:43 Minuten.

Frankreich hat sich somit für die Endspielniederlage 2011 an Spanien revanchiert. „Les Bleus“ stehen zum zweiten Mal hintereinander im EM-Finale und haben neuerlich die Chance, erstmals Gold im Herren-Basketball zu holen.

Litauen ungeschlagen

Der dreifache Champion Litauen entschied das erste Semifinale vor mehrheitlich kroatischen Fans in der Stozice Arena nach noch ausgeglichener erster Spielhälfte im dritten Viertel. Die Balten zogen binnen sechs Minuten mit einem 18:3-Lauf auf 58:40 davon. Kroatien, zuvor acht Spiele in Serie im Turnier siegreich, hatte gegen das Team aus Europas „Basketball-Mutterland“ keine Chance mehr auf ein Comeback.

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Litauen ist seit Beginn der Zwischenrunde ungeschlagen und hat auf dem Weg ins EM-Endspiel nunmehr fünf Partien hintereinander gewonnen. Topscorer waren Jonas Maciulis (23), und Linas Kleiza (22 - davon 17 in den ersten elf Minuten, dazu 11 Rebounds) bzw. Bojan Bogdanovic (15).

Im Spiel um Platz fünf treffen am Samstag (21.00 Uhr) Slowenien und die Ukraine aufeinander. Die Osteuropäer, ein weiterer Quali-Gegner der ÖBV-Herren, setzten sich Freitagnachmittag in der „Trostrunde“ 66:58 (35:34) gegen Italien durch und sicherten sich damit ein Ticket bei der Weltmeisterschaft 2014. Die Azzurri bestreiten gegen Serbien ein „Endspiel“ um Rang sieben (Samstag, 17.30 Uhr), in dem es um den letzten noch freien europäischen WM-Platz geht.

Das EM-Finale steigt am Sonntag um 21.00 Uhr. Bronze wird um 17.30 Uhr ausgespielt.

Restprogramm EuroBasket 2013 in Slowenien:

Samstag:

Spiel um Platz sieben: Serbien - Italien (17.30 Uhr) - der Sieger löst das letzte freie Ticket für die WM 2014

Spiel um Platz fünf: Slowenien - Ukraine (21.00 Uhr)

Sonntag:

Spiel um Platz drei: Kroatien - Spanien (17.30 Uhr)

Finale: Litauen - Frankreich (21.00 Uhr)

(APA)


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