Terra Raetica holte von EU 9,7 Mio. Euro Förderungen

Zum Tag der „Europäischen Zusammenarbeit“ wurde ein weiteres Teilstück des Radwanderweges Via Claudia Augusta eröffnet.

Von Toni Zangerl

Altfinstermünz –Die Zahlen sprechen für sich: 41 Groß-und 53 Kleinprojekte mit einem Projektvolumen von 13,1 Millionen Euro und Förderungen von 9,7 Millionen Euro wurden in der Region Terra Raetica (Engadin-Vinschgau-Landeck-Imst) im Zeitraum von 2007 bis 2013 mit Mitteln aus dem mit gesamt 60 Mio. Euro gespeisten Fördertopf der EU allein für das Interreg-Programm Österreich-Italien realisiert. „Damit konnte die Region Terra Raetica ein Viertel aller Interreg-Fördermittel abholen und für grenzüberschreitende Kooperationen nützen“, hob Christian Stampfer vom Amt der Tiroler Landesregierung die Arbeit von Terra Raetica hervor. Zudem wurde – so Stampfer – dieses Projekt als „Best-Practice-Projekt“ gereiht.

Anlässlich des „European Cooperation Day 2013“, dem Tag der „Europäischen Zusammenarbeit 2013“, wurde in der Klause Altfinstermünz die Arbeit der europäischen Programme sichtbar gemacht.

Mit der Fertigstellung des knapp einen Kilometer langen Teilstückes das Radweges Via Claudia Augusta vom Schalklhof nahe Pfunds bis zur Klause Altfinstermünz, das rund 800.000 Euro kostete, wurde von den Vertretern der Projektpartner TVB Oberland und Gemeinde Mals, Vize-BM Rupert Schuchter (Pfunds), Helmut Spöttl (Nauders) und Landecks BH Markus Maaß die Sinnfälligkeit der EU-Förderprogramme dokumentiert.

Die Bedeutung einer durchgehenden Radweg-Verbindung in Form des grenzüberschreitenden Projektes Radweg Via Claudia Augusta unterstreichen die aktuellen Zahlen dieses Jahres. Demnach wurden an den Zählstellen für das Tiroler Oberland in Fließ/Urgen bis Anfang September 27.000 Radfahrer registriert, im Vinschgau in Mals 130.000. An Spitzentagen waren es in Urgen 400, in Mals 3000.

„Daher ist der Lückenschluss von Altfinstermünz bis zum Reschenpass die primäre Aufgabe“, betonte TVB-Oberland-Obmann Armin Falkner. Dieses Teilstück wird allerdings ob seiner speziellen Lage der teuerste und komplizierteste Abschnitt. „Die Planungen sind praktisch fertig, die Gesamtkosten werden sich auf 3,5 bis vier Millionen Euro belaufen“, sagte Gerald Jochum vom Regionalmanagement Landeck (regioL).

Zugleich wünschte sich Jochum künftig „eine Entbürokratisierung bei Antragstellung, Dokumentation und Abrechnung der zahlreichen Projekte“.


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