Eine Maß war schon zu viel: erste „Bierleiche“ kurz nach Wiesn-Start

Angeblich nach nur einem Bier war für eine junge Wiesn-Besucherin Schluss mit lustig: Sie landete nur eineinhalb Stunden nach Beginn des Oktoberfestes mit einer Alkoholvergiftung auf der Sanitätsstation.

München – Eineinhalb Stunden nach Beginn des Oktoberfests in München ist die erste Patientin mit Alkoholvergiftung in der Wiesn-Sanitätsstation gelandet - angeblich nach nur einem Bier. Die junge Frau wurde am Samstag gegen 13.30 Uhr von ihrem Freund zu den Helfern des Münchner Roten Kreuzes gebracht. Sie habe nur eine einzige Maß getrunken, erläuterte der Leiter der Station, Frithjof Wagner. „Das Wiesnbier hat einen höheren Alkoholgehalt als das gängige Flaschenbier“, warnte er. „Die Wirkung entfaltet sich vor allem wenn man nichts im Magen hat, bei höheren Temperaturen und bei hastigem Genuss deutlich schneller, als gewohnt.“

Sonst gab es die ersten „Bierleichen“, wie die Alkoholopfer umgangssprachlich genannt werden, oft schon Stunden vor der Eröffnung des Oktoberfestes. Bier gibt es zwar erst nach dem Anstich um 12.00 Uhr. Aber viele Besucher glühen vor. Dieses Jahr wurde schon vor dem Start am Vormittag ein älterer Wiesnbesucher ins Krankenhaus gebracht, weil er Herzrhythmusstörungen litt.

Während des Oktoberfestes im vergangenen Jahr behandelten die Mediziner 739 Besucher wegen Alkoholvergiftung. Insgesamt mussten rund 8160 Menschen auf der BRK-Sanitätsstation versorgt werden.


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