Nur 3:3 nach klarer Führung: Wacker vergeigt Sieg gegen Grödig

Trotz 2:0- und 3:1-Führung reichte es für den FC Wacker bei Aufsteiger Grödig am Schluss nur zu einem 3:3. Dass die Innsbrucker damit auswärts weiter ungeschlagen sind, ist wohl nur ein schwacher Trost.

Wacker-Youngster Andreas Kuen (links) jubelt über seinen Treffer zum 1:0.
© APA/KRUGFOTO

Grödig - Nichts für schwache Nerven war der Auftritt des FC Wacker am Samstagabend bei Sensationsaufsteiger Grödig. Die Kirchler-Truppe führte bereits mit 2:0 und 3:1, am Ende reichte es nur zu einem 3:3-Unentschieden. Für die Tore sorgten Youngster Andreas Kuen (34.), Roman Wallner (41.) und Lukas Hinterseer (46.) bzw. Alexander Hauser (42./Eigentor), Philipp Zulechner (59.) und Thomas Salamon (85.). Die Innsbrucker sind damit weiterhin seit 27. Juli ohne Sieg, seit dem 2:1 gegen die Admira musste man sich bei zwei Niederlagen mit fünf Remis zufriedengeben. Zumindest auswärts ist Wacker nach wie vor ungeschlagen.

Beide Teams schalteten von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Nach zahlreichen Halbchancen auf beiden Seiten ging es nach rund einer halben Stunde Schlag auf Schlag. Hinterseer bediente Christopher Wernitznig, dessen Querpass drückte Kuen zum 1:0 für Wacker über die Linie (34.). In der 41. Minute nützte Wallner einen fahrlässigen Pass von Mario Leitgeb auf Dominique Taboga. Der Innsbrucker Offensivroutinier spitzelte dazwischen, umkurvte Grödig-Goalie Kevin Fend und schoss zum 2:0 ein (41.). Den Grödigern gelang noch vor der Pause der Anschlusstreffer. Nach Pass von Zulechner lupfte Dieter Elsneg den Ball mithilfe von Verteidiger Hauser über den herauseilenden Szabolcs Safar zum 1:2 (42.) ins Tor.

Roman Wallner (rechts) traf zum 2:0, Lukas Hinterseer später zum zwischenzeitlichen 3:1.
© GEPA pictures/ Felix Roittner

Hinterseer traf direkt nach Wiederanpfiff

Die Salzburger wurden dann aber gleich nach Wiederanpfiff von den hellwachen Tirolern eiskalt erwischt. Mit einer sehenswerten Kombination spielten Wallner, Kuen und Wernitznig Hinterseer frei und dieser schloss nach nur 20 Sekunden der zweiten Spielhälfte flach ins rechte Eck zum 3:1 ab (46.). Nach einer knappen Stunde schlugen die Grödiger nach Zündel-Hereingabe durch Zulechner neuerlich zurück und trafen zum 2:3 (59.). Der Ausgleich durch Salamon aus kurzer Distanz zum 3:3 (85.) beendete die neuerliche Trefferflut in Grödig. Die Riesenchance der Hausherren auf den Sieg vergab in der Nachspielzeit Taboga per Kopf (93.).

Irgendwann werden wir es rüberbringen, und dann sind wir eine richtig gute Mannschaft.“
Wacker-Trainer Roland Kirchler

„Nach dem 3:1 habe ich geglaubt, dass wir den Sieg nach Hause bringen. Aber bei Grödig ist der Sack eben nie zu. Die fighten bis zum Schluss. Aber ich werde nicht aufgeben und weiter mit Videoanalysen darauf hinweisen, dass wir konzentrierter ans Werk gehen müssen. Irgendwann werden wir es dann rüberbringen, und dann sind wir eine richtig gute Mannschaft“, sagte Wacker-Coach Roland Kirchler nach dem kuriosen Match.

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SV Grödig - FC Wacker Innsbruck Endstand 3:3 (1:2)

Grödig, 2.500, SR Schüttengruber.

Tore: 0:1 (34.) Kuen, 0:2 (41.) R. Wallner, 1:2 (42.) Hauser (Eigentor), 1:3 (46.) Hinterseer, 2:3 (59.) Zulechner, 3:3 (85.) Salamon

Grödig: Fend - Zündel, Taboga, Karner, Strobl - M. Leitgeb, Tschernegg (55. Sigurdsson) - Huspek (46. Boller), Elsneg (79. Tomi), Salamon - Zulechner

Wacker: Safar - Bergmann, Vucur, Siller, Hauser - Jevtic (58. Abraham), Piesinger - Wernitznig (88. Löffler), Hinterseer, Kuen - R. Wallner (93. Brauneis)

Gelbe Karten: Salamon, Zündel bzw. Bergmann, Hauser, Abraham, R. Wallner


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