„Der liebe Gott“ schaut auf Imst

Fünf Siege ohne Gegentreffer, zwei 1:0-Erfolge hintereinander: Trainer Thomas Schatz führte seine Elf an die Spitze, will aber nichts von Titelambitionen hören.

Von Thomas Mair

Imst –Thomas Schatz ist stets für einen lockeren Spruch gut. Besonders, wenn sich der (nicht erwartete) sportliche Erfolg einstellt. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Fügen lacht seine Elf sogar von der Tabellenspitze. „Zurzeit schaut der liebe Gott auf uns“, sprach Schatz den glücklichen, weil späten Siegestreffer von Torjäger Patrick Höllrigl an: „Wenn man erfolgreich ist, verfolgt einen auch das Glück.“ Dass die Bäume in der Bezirkshauptstadt nicht in den Himmel wachsen, dessen ist sich nicht nur der Trainer bewusst. Immerhin haben ihm in der Sommerpause viele eine schwere Saison prophezeit, Schatz hatte sich nach knapp vier Jahren auf der Trainerbank selbst infrage gestellt.

Schnee von gestern. Der Erfolg gibt einem bekanntlich Recht und der 32-Jährige, der mit Abstand das Nesthäkchen unter den Tiroler-Liga-Trainern ist, lässt sich von der aktuellen Situation nicht blenden. „Titelansprüche kann man mir nicht entlocken. Wir freuen uns über unsere Serie“, wird sich Schatz nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Speziell im spielerischen Bereich ortet er Luft nach oben. Dahingehend bildete er sich zuletzt gemeinsam mit seinem Co-Trainer Lukas Matt fort und holte sich neue Ideen bei der Sportpsychologie-Tagung in Innsbruck. „Wir müssen den Spielern auch beim Training etwas bieten, Kleinigkeiten nimmt man bei solchen Seminaren immer mit“, weiß Schatz, der zusätzlich einmal in der Woche im LAZ Imst das Tormanntraining übernimmt. Neben seinem Beruf als Leiter eines Telfer Flüchtlingsheims bleibt somit wenig Freizeit abseits des runden Leders übrig. „Wenn meine Partnerin nicht mitspielen würde, ginge es sowieso nicht“, weiß Schatz, der den gestrigen Sonntag mit seiner Familie verbrachte. Doch selbst da ließen ihn und seine ebenfalls fußballbegeisterte Freundin Marion der Fußball nicht los: Es ging zum Landesliga-Spiel Tarrenz – Volders ...

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