UNIQA startet Kapitalerhöhung: 750 Mio Bruttoerlös angepeilt

Etwa 700 Mio. aus dem Verkauf neuer Aktien und rund 50 Mio. Euro aus der Veräußerung von Mehrzuteilungsaktien.

Wien - Der UNIQA-Versicherungskonzern startet jetzt seine lang erwartete große Kapitalerhöhung („Re-IPO“) und erwartet sich dafür rund 750 Mio. Euro Bruttoerlös, davon etwa 700 Mio. aus dem Verkauf neuer Aktien und rund 50 Mio. Euro aus der Veräußerung von Mehrzuteilungsaktien. Die Preisspanne wurde mit 7,50 bis 8,50 Euro je Aktie festgelegt, gab die UNIQA am Montag bekannt; zuletzt notierten die Titel bei 9,151 Euro. Diesen Dienstag (24.9.) soll die Bezugs- und Angebotsfrist starten und bis 8. Oktober laufen. Am 11. Oktober sollen die neuen Aktien erstmals an der Wiener Börse notieren.

Die Kernaktionäre der UNIQA haben sich dazu verpflichtet, ihre Bezugsrechte nicht auszuüben. Die übrigen bestehenden Aktionäre können ihre Bezugsrechte im Verhältnis von 11:5 ausüben, für 11 gehaltene Bezugsrechte können also 5 neue Aktien gezeichnet werden.

Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung will die UNIQA ihre Kapitalausstattung stärken und die weitere Umsetzung des Strategieprogramms 2.0 sowie künftiges Wachstum mitfinanzieren. Begleitet wird die Transaktion von Deutscher Bank, Morgan Stanley und Raiffeisen Centrobank (RCB) als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunner. Als Co-Bookrunner fungieren Barclays, Berenberg und UBS.

Streubesitz steigt auf bis zu 36,7%

Durch den Verzicht der bestehenden UNIQA-Kernaktionäre (mit zusammen 92,72 Prozent der Aktien) auf ihre Bezugsrechte werden nach Durchführung des „Re-IPO“ - und unter Annahme, dass die maximale Zahl neuer Aktien ausgegeben wird - der Streubesitz „wesentlich“ auf bis zu rund 36,7 Prozent steigen (inkl. der maximalen Zahl an Mehrzuteilungsaktien), gab die UNIQA am Montag weiter bekannt.

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Kernaktionäre der UNIQA Insurance Group AG sind gemessen an den Stimmrechten die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB), die Austria Versicherungsverein Privatstiftung und die Collegialität Versicherungsverein Privatstiftung. Aktuell hält die RZB (indirekt) 45,28 Prozent, Austria direkt und indirekt 44,10 Prozent und Collegialität direkt 3,34 Prozent, heißt es.

Konkret bietet die UNIQA im Zuge der Kapitalerhöhung 94,359.616 neue Aktien an, zusätzlich werden bis zu 6,666.667 Aktien aus einer Mehrzuteilungsoption angeboten („Greenshoe“). Für Privatanleger gilt eine garantierte Zuteilung von bis zu 1.250 Aktien je Anleger, diese Garantiezuteilung ist mit maximal 10,102.628 Aktien (10 Prozent der insgesamt angebotenen Papiere inkl. Mehrzuteilungsoption) limitiert. Ein Mitarbeiterangebot - beschränkt auf bis zu 1.460 Euro pro Person - bringt dem teilnahmeberechtigten Kreis (ausgenommen u.a. bestimmte Vorstandsmitglieder) einen Abschlag von 20 Prozent auf den Bezugs-bzw. Angebotspreis.

Morgen, Dienstag, werden UNIQA-CEO Andreas Brandstetter und CFO Hannes Bogner ab 10 Uhr bei einer Pressekonferenz in der Konzernzentrale in Wien zu der Kapitalerhöhung Stellung nehmen.

(APA)


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