Vor Rohani-Rede: Iran ließ 80 politische Häftlinge frei

Die meisten Freigelassenen waren angeblich in Verbindung mit den Protesten von 2009 inhaftiert worden.

Teheran – Der Iran hat in den letzten Tagen 80 politische Gefangene begnadigt und freigelassen. Das sagte Generalstaatsanwalt Gholam-Hussein Mohseni-Edzehi am Montag laut ISNA-Nachrichtenagentur – einen Tag vor der mit Spannung erwarteten Rede des neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani vor der UN-Vollversammlung in New York.

Die meisten Freigelassenen seien in Verbindung mit den Protesten von 2009 inhaftiert gewesen, sagte der Generalstaatsanwalt, ohne Namen zu nennen. Damals hatte es Wahlfälschungsvorwürfe und massive Proteste gegen die Wiederwahl von Mahmoud Ahmadinejad gegeben.

In der vergangenen Woche waren 16 politische Häftlinge aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis freigelassen worden, darunter die prominente iranische Anwältin und Menschenrechtaktivisten Nasrin Sotoudeh (50). Es sind aber weiterhin immer noch mindestens 100 politische Gefangene in Haft.

Die Entlassungen wurden im Iran als großer innenpolitischer Erfolg für den als gemäßigt geltenden Rohani gewertet. Er hatte sich bereits im Wahlkampf für die Freilassung aller politischen Gefangenen und für Meinungsfreiheit stark gemacht. (dpa)

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