Gisele Bündchens Leibwächter nach Schüssen auf Fotograf vor Gericht

Den Bodyguards wird vorgeworfen, bei der Hochzeit des Topmodels das Feuer auf Fotografen eröffnet zu haben, um heimliche Aufnahmen zu verhindern.

San Jose – Weil sie 2009 auf zwei Fotografen geschossen haben sollen, müssen sich drei Leibwächter des brasilianischen Topmodels Gisele Bündchen seit Montag wegen versuchten Totschlags vor einem Gericht in Costa Rica verantworten. Der Fotograf Yuri Cortez aus El Salvador sowie sein costaricanischer Kollege Carlos Aviles werfen den Leibwächtern vor, am 4. April 2009 bei einem Hochzeitsempfang in Bündchens Villa im Badeort Santa Teresa de Cobano im Streit um heimliche Aufnahmen das Feuer auf sie eröffnet zu haben.

Cortez, der auch für AFP arbeitet, sowie sein Kollege hatten im Auftrag einer costaricanischen Zeitung heimlich Fotos von der Feier geschossen. Nachdem sie erwischt worden waren, weigerten sie sich, die Speicherkarte mit den Aufnahmen herauszugeben. Die Leibwächter versuchten daraufhin nach Aussagen der beiden Fotografen, die Ausrüstung gewaltsam an sich zu reißen. Als die Fotografen im Auto flüchten wollten, schoss mindestens einer der Bodyguards demnach auf sie. Eine Kugel habe die Heckscheibe des Wagens durchschlagen und knapp ihre Köpfe verfehlt, berichteten sie.

„Sie haben versucht, mich zu töten“, hatte Cortez bei Bekanntgabe des Gerichtstermins Ende August bekräftigt. „Und ich denke, dass wir genügend Beweise dafür haben“. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die drei Leibwächter aus Costa Rica und Kolumbien verweigern die Aussage. (APA/AFP)


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