Staatsbedientstete protestieren gegen Entlassungen

Mitarbeiter im öffentlichen Dienst legen Arbeit für 48-Stunden nieder - Journalisten berichten drei Stunden lang nur über den Streik.

© REUTERS

Athen - Aus Protest gegen geplante Massenentlassungen sind am Dienstag in Griechenland zahlreiche Staatsbedienstete in einen zweitägigen Streik getreten. Von der Arbeitsniederlegung sind nach Angaben der Gewerkschaft Ministerien, Steuerämter, Stadtverwaltungen und Schulen betroffen. Auch die Angestellten der Renten- und Krankenkassen streiken. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Der Ausstand richtet sich gegen Pläne, bis Ende 2014 in Griechenland 15.000 Staatsbedienstete zu entlassen, davon 4000 noch in diesem Jahr.

Aus Solidarität legten auch Journalisten die Arbeit nieder. Um 10 Uhr Ortszeit begannen sie eine dreistündige Protestaktion. Im Radio und Fernsehen gab es in diesem Zeitraum nur Nachrichten über den Streik der Staatsbediensteten.

Fähren, Busse und Züge in Griechenland fahren. Auch der Flugverkehr und die Tourismusbranchen seien von dem Streik nicht betroffen, hieß es. (APA/dpa)


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