Gstrein hofft auf Weltcup-Comeback

Nach schwerem Skiunfall im April bangte man um die Gesundheit von Rainer Gstrein. Die Genesung des Sölden-Rennchefs schreitet voran, der 57-Jährige hofft auf ein Comeback beim Weltcup-Auftakt (26./27. 10.).

Von Florian Madl

Innsbruck –Der alpine Ski-Weltcup (Start 26./27. 10.) wirft seine Schatten voraus, hieße es sprichwörtlich. Davon kann vor dem Gletscher-Auftakt der alpinen Szene im Ötztal allerdings keine Rede sein, die Veranstalter dürfen sich über Sonne und – wie selten zuvor am Septemberende – annehmbare Schneebedingungen am Rettenbachferner freuen. Im Besonderen teilt diese Freude wohl auch Rainer Gstrein, der ÖSV-Trainer und Rennchef des Gletscherauftakts in Personalunion. Seit dem 7. April dieses Jahres nimmt sich die Situation für ihn allerdings anders aus:

Auf der Talfahrt vom Pitztaler Gletscher war der Tiroler heuer bei dichtem Nebel schwer zu Sturz gekommen, neben Verletzungen an Gesicht und Brust trug der 57-Jährige ein Schädel-Hirn-Trauma davon. „Man muss auf jeden Fall dankbar sein“, blickt der Ötztaler auf viele Tage der Fragezeichen zurück. Tage des Bangens, die er auf der Intensivstation der Innsbrucker Universitätsklinik verbracht hatte und in denen seine Familie stets einen großen Rückhalt darstellte.

Der Zwischenfall ist mittlerweile ein halbes Jahr her, ans Skifahren ist für Gstrein derzeit allerdings noch nicht zu denken. „Ich bin noch in der Rehabilitation“, hält er angesichts der Unfallfolgen fest. Mit kleinen Schritten komme er voran, was die Mobilisierung anbelangt. Erst beim Heim-Weltcup in Sölden, spätestens aber im Dezember dürfe er an Schneekontakt denken.

Das wirkt sich auch auf die Funktion Rainer Gstreins als Rennchef im Ötztal aus, worüber er „erst Anfang Oktober“ entscheiden will. „Ich würde es natürlich gerne wieder machen. Aber derzeit lässt sich noch nicht abschätzen, wie es für mich ausschaut“, hält er fest. Deshalb seien vorerst sein Stellvertreter Andre Arnold und daneben Streckenchef Isidor Grüner in der Verantwortung.

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Die Vorzeichen stimmen jedenfalls positiv, wie Pressechef Ernst Lorenzi gestern zu berichten wusste: „Schneefall, dazu Depots und die Gletscherabdeckung führten im Zielbereich bereits zu einer passablen Schneedecke. So gut wie heuer war es schon lange nicht mehr.“


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