Mit einem Tsukahara zur WM

Innsbruck – Tsukahara klingt irgendwie nach Wüste oder vielleicht japanischem Berg. Und irgendwie hat der nach dem fünffachen japanischen Tu...

Innsbruck –Tsukahara klingt irgendwie nach Wüste oder vielleicht japanischem Berg. Und irgendwie hat der nach dem fünffachen japanischen Turn-Olympiasieger benannte Sprung auch von beidem etwas: eine lange Durststrecke, bis man ihn erlernt, und viel Training, bis man nach Überschlag mit anschließendem Rückwärtssalto schwindelfrei auf der Matte steht – ohne durchzudrehen, versteht sich.

Die Tiroler Turnerin Jasmin Mader hat das bereits hinter sich. Der Tsukahara scheint erstmals in ihrem Programm für den Sprung bei der am kommenden Montag in Antwerpen beginnenden Turn-WM auf, die nunmehr dritte der Kramsacherin. „Ich hab’ jetzt einen zweiten Sprung. Mal schauen, was drin ist“, sagt die 20-Jährige bereits routiniert.

Apropos Sprung: Den bestätigte ihr zuletzt sogar Österreichs Nationaltrainerin Laurens van der Hout: „Sie hat einen sichtbar großen Schritt vorwärts gemacht, gewann deutlich an Ausstrahlung und Selbstvertrauen.“ Mader grinst bestätigend: „Ja, das kommt mir auch so vor.“ Die Arbeit mit der Balletttrainerin Julia Nica, die den Nationalkader auch in Sachen Choreografie berät, mache sich bezahlt. Wie sich solche Ballettanweisungen anhören? „So, und jetzt noch den Kopf nach vor und die Hand noch etwas gerader“, lacht die Tiroler Meisterin, die sich schon auf die nächsten Einheiten freut.

Zunächst steht aber die WM an, zu der Österreichs Nationalteam morgen per Flugzeug aufbrechen wird. „Jassi“ und ihre männlichen Trainingskollegen im Leistungszentrum im Innsbrucker Olympischen Dorf: Fabian Leimlehner (OÖ) und Matthias Schwab (V). Der dritte Trainingspartner Marco Baldauf sagte hingegen kurzfristig ab. „Meine Form ist nicht gut genug, um ein starkes Ergebnis zu erzielen. Da hat ein WM-Start keinen Sinn“, erklärte der 33-jährige Dornbirner am Montag. Zudem möchte er seinen Ruf nicht aufs Spiel setzen. Zum „Tiroler“ Team stoßen in der Folge noch Lisa Ecker (OÖ) und Elisa Hämmerle (V). Die höchsten Ziele hat sich Leimlehner gesteckt: Er will ins Reck-Finale der besten acht. (sab)

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