Ausladung stößt Pfurtscheller auf

Gemeinde Reutte sieht für Verein Together bei Weihnachtsmarkt keine Verwendung.

Von Helmut Mittermayr

Reutte –Für die Reuttener Gemeinderätin und VP-Nationalratskandidatin Elisabeth Pfurtscheller geht es bei der Diskussion um die Breitenwanger Kinderbetreuungseinrichtung des Vereins Together um mehr als um eine durch BM Alois Oberer verursachte Verzögerung einer Unterstützung der Reuttener Eltern (die TT berichtete). Immerhin 40 Kinder aus Reutte nutzen diese Ganztages- und Ganzjahresbetreuungseinrichtung in Breitenwang, bekommen aber im Gegensatz zu Eltern anderer Kommunen keinen Zuschuss ihrer Heimatgemeinde.

Pfurtscheller: „Ich finde es unglaublich, dass BM Alois Oberer die Entscheidung dafür verschleppt und das Thema gar nicht auf die Tagesordnung des Gemeinderates nahm. Er weiß, dass unsere Fraktion dafür stimmen wird und es damit automatisch eine Mehrheit für eine finanzielle Unterstützung der Eltern geben wird.“ Gerade als REA-Obmann predige Oberer das Hinausschauen über den sprichwörtlichen Tellerrand, verhalte sich aber gegenteilig, sobald es ihm nicht ins Konzept passe.

Pfurtscheller ortet eine tieferliegende Problematik. Die Chemie zwischen den Gemeindeführungen von Reutte und Breitenwang würde schon lange nicht mehr passen. BM Oberer habe selbst versucht, ein Haus der Familie in Reutte einzurichten, das nun mit anderem Namen in Breitenwang stehe.

Während Pfurtscheller ihrem Bürgermeister aber prinzipiell das Recht nicht abspricht, über die Tagesordnung des Gemeinderates lenkend auf das Gemeindegeschehen einzugreifen, ist sie über eine Ausladung von Together empört. „Der Verein hat sich angetragen, sowohl beim autofreien Tag als auch beim Weihnachtsmarkt mitzumachen. Seitens der Gemeinde Reutte gab es zuerst eine schriftliche Zusage an Together und wenige Tage später folgte die schriftliche Ausladung“, erzählt die Reuttenerin. Ein Gremium habe entschieden, dass der Verein mit seinem Angebot wie Kinderbetreuung und Asylantenkochen nicht ins Konzept passe, obwohl noch mehrere Stände frei seien. „Wer ist überhaupt in diesem Gremium, nur der Bürgermeister selbst? Mir als Gemeinderätin ist nicht bekannt, dass es so etwas überhaupt gibt.“

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BM Alois Oberer versteht die Aufregung nicht: „Schon bisher ist das Kinderbetreuungsangebot beim Weihnachtsmarkt nicht angenommen worden. Es braucht ganz einfach niemanden dafür.“


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