Innsbrucker Politologe Fritz Plasser geht in Pension

Die Universität Innsbruck verabschiedet ihren früheren Dekan der Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie mit einem Festakt am kommenden Dienstag.

Innsbruck - Einer der bekanntesten Politwissenschafter Österreichs verlässt die akademische Bühne: Fritz Plasser geht mit Ende des Jahres in den Ruhestand. Dies teilte die Universität Innsbruck, an dessen Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der gebürtige Wiener unter anderem von 2006 bis 2013 als Dekan fungierte, am Dienstag in einer Aussendung mit. Die Universität verabschiedet Plasser am 1. Oktober im Rahmen eines Festakts.

Plasser sei „einer der renommiertesten Wahlforscher Österreichs“ und genieße hohes Ansehen in der internationalen Wissenschaftsgemeinde, würdigte ihn die Universität Innsbruck.

Fritz Plasser wurde im Jahr 1948 in Wien geboren. Er promovierte 1974 an der Universität Wien und habilitierte sich 1986 für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck. Seine Forscherkarriere begann schon in dieser Zeit beim Fessel-Institut und in der Bundesparteizentrale der ÖVP. 1993 wurde Fritz Plasser als Professor für Politikwissenschaft nach Innsbruck berufen. Im Jahr 2006 trat er schließlich die Nachfolge von Anton Pelinka als Dekan der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie an.

Gastaufenthalte führte ihn auch an die George Washington University und die Harvard University in den USA. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen internationale Trends im politischen Wettbewerb, das Politische System der USA, Politische Kommunikations-, Wahl- und Parteienforschung sowie Vergleichende Politische Kulturforschung. Plasser ist Autor, Koautor und Herausgeber von mittlerweile 38 Büchern, von denen einige – wie das 2002 publizierte „Global Political Campaigning“ – in mehrere Sprachen übersetzt wurden. (APA)


Kommentieren


Schlagworte