Wohnraumplanung mit Weitblick

TSV-Präsident Werner Margreiter ließ sich vor 20 Jahren von einem Freund ein Wohlfühlhaus planen.

Von Peter Hörhager

Kramsach –Um es vorwegzunehmen: Derzeit kann Werner Margreiter sein traumhaft gelegenes Domizil nur sehr eingeschränkt genießen. Als Präsident des Tiroler Skiverbandes ist er an vorderster Front mit den Vorbereitungen für das 100-Jahr-Jubiläum des TSV befasst. Mehr als tausend Geladene werden zum Festakt am 11. Oktober erwartet. Der Unterländer gehörte bekanntlich einst dem ÖSV-Abfahrtsteam an und feierte dann als Trainer mit seinen Schützlingen Serienerfolge. Seine Stationen: Trainer des ÖSV-Damenabfahrtsteams, Trainer des US-Damenteams, Herren-Cheftrainer im Deutschen Skiverband und – vor allem – Weltcup-Gruppentrainer im ÖSV (allein diese Bilanz umfasst zwölf WM-Medaillen, zehn Olympia-Medaillen, einen Gesamtweltcupsieg durch Hermann Maier und zehn Disziplinenweltcupsiege). Margreiter absolvierte außerdem ein Lehramtsstudium in Sport, Philosophie und Pädagogik und führt derzeit eine Renn- und Skischule in Alpbach.

Und wie wohnt er? „Zeitgemäß, modern, energieeffizient, zweckmäßig“, charakterisiert er selbst seinen Wohnstil. Der Titel hat übrigens durchaus seine Berechtigung, denn vieles, was heute bei der Errichtung eines Hauses selbstverständlich ist (Erdwärme, energiesparende Isolierung, Solarenergie . . .), war vor 20 Jahren fast revolutionär. Und das Pultdach wurde erst nach mühsamem Instanzenweg genehmigt. Mit seiner damaligen Gattin Inge erfüllte er sich nach mehreren Wohnstationen (Völs, Aldrans, Innsbruck, Kramsach-Mariathal) am Seebühel in seiner Heimatgemeinde Kramsach den Traum vom Eigenheim. Für die Planung fand das Paar einen Freund – Wolfgang Baumgartner, den Trauzeugen von Werner Margreiter.

Herzstück und meist genutzter Wohnraum: der integrierte, sich über zwei Stockwerke erstreckende Wintergarten. Vom Flur öffnen sich in drei Seiten der Koch- und Essbereich, das Wohnzimmer und der Wintergarten. Die exakte Ausrichtung nach Süden sorgt für maximale (natürliche) Belichtung. „Man fühlt sich wie im Kino“, schwärmt der Hausherr und zeigt auf das Bergpanorama, das sich vom Reither Kogel bis zum Widersberger Horn erstreckt. „Schnickschnack mag ich nicht“, betont er. Bilder? Es gibt sie nur sparsam. Doch: Kinderzeichnungen seiner beiden Girls Magdalena (17, besucht in Wien eine Schule) und Marielle (25, derzeit im Ausland tätig).

Der vorgelagerte Garten hat paradiesische Elemente: Bäume, Sträucher, einen Naturteich, den Pool – aufgelockert durch „Begegnungsinseln“ in Form von Sitzgarnituren. Lärm? – Gibt’s nicht. „Das Zwitschern der Vögel ist das Lauteste, was man hier hört“, lacht der TSV-Präsident, der derzeit als Single auch gut kochender Hausmann ist.


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