Senator hielt 21-Stunden-Rede gegen Obamas Gesundheitsreform

Der Republikaner Ted Cruz wollte mit seiner Endlosrede das 2010 verabschiedete Gesundheitsgesetz des US-Präsidenten zu Fall bringen.

Washington - Durch endloses Reden hat der republikanische US-Senator Ted Cruz die Finanzierung der bereits verabschiedeten Gesundheitsreform zu kippen versucht. Der Vertreter der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung beendete um 12:00 Uhr Washingtoner Zeit (18:00 Uhr MESZ) seine Rede vor den Senatoren, die von Stunde zu Stunde weniger wurden. „Warum hören Sie mir nicht zu?“, fragte der Senator aus Texas seine Kollegen, die ihn über Nacht dann ganz alleine ließen.

Dessen ungeachtet redete Cruz weiter und las unter anderem aus dem Kinderbuchklassiker „Green eggs and ham (Grüne Eier und Schinken)“ von Dr. Seuss vor. Er werde fortfahren, „bis ich nicht mehr stehen kann“, hatte der 42-Jährige schon zum Auftakt seiner Rede angekündigt, die am Mittwoch andauerte. Der bisherige Rekord im so genannten Filibuster - der Verzögerung oder Verhinderung von Abstimmungen durch Endlosbeiträge im Senat - liegt bei 24 Stunden und 18 Minuten. Diese Dauerrede hatte der damalige republikanische Senator Strom Thurmond 1957 gehalten, der für seinen Einsatz gegen gleiche Bürgerrechte für Afroamerikaner bekannt war.

Streng genommen handelt es sich bei Cruz‘ Rede aber nicht um einen Filibuster, da die Gesundheitsreform bereits 2010 verabschiedet wurde. Über eine Verknüpfung mit dem Haushaltsgesetz versuchen die Republikaner derzeit, die Finanzierung für die wichtigste Reform von US-Präsident Barack Obama, Obamacare, zu torpedieren. (APA/AFP)

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