Verbindung kommt in Fahrt

Eine eigene Buslinie könnte schon bald Stams mit Wildermieming verbinden. In den nächsten Monaten fallen die Würfel.

Von Matthias Reichle

Wildermieming, Stams –Mötz war lange ein Teil von Mieming. Und trotzdem muss ein Mötzer, der kein Auto besitzt, mit dem Zug nach Telfs pendeln und dort in den Bus umsteigen, um in den knapp sechs Kilometer entfernten Nachbarort zu gelangen. Ein Umweg von 19 Kilometern.

Umständlich, zeitraubend – und vielleicht bald schon Geschichte. Es ist nämlich eine neue Busverbindung geplant, die im Stundentakt zwischen Wildermieming, Mieming, Mötz und Stams verkehrt. Die Idee wird in den kommenden Monaten die Gemeinderäte entlang der neuen Busroute beschäftigen. Auch Obsteig ist beim Projekt dabei, betont der Mieminger Dorfchef Franz Dengg. Inklusive Skibus würde es rund 100.000 Euro pro Jahr kosten. Ein Betrag, den sich VVT, Tourismusverband und Gemeinden teilen müssten. Dengg denkt unter anderem an Angehörige von Bewohnern des Altenheims in Mieming, die im Inntal daheim sind. Für sie war jeder Besuch eine Weltreise. Auch sein Wildermieminger Amtskollege Klaus Stocker kann der Idee viel abgewinnen. Seiner Gemeinde fehlt ein Nahversorger. „Bei uns kann man keinen Wecken Brot kaufen.“ Die neue Linie würde endlich auch das Dorfzentrum an den öffentlichen Nahverkehr anschließen. Bislang hält der Postbus nur im Weiler Affenhausen.

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