Tiroler Alpine-Mitarbeiter: Fast alle haben wieder einen Job

Der Tiroler Landesrat Johannes Tratter zieht einen positiven Schlussstrich nach der Pleite des Baukonzerns. Nur zwei von 450 ehemaligen Alpine-Mitarbeitern in Tirol hätten Hilfe der Insolvenz-Stiftung in Anspruch genommen. In ganz Österreich kann eine ähnliche Bilanz gezogen werden.

Innsbruck/Wals – Nur zwei von 450 ehemaligen Tiroler Alpine-Mitarbeitern, die infolge der Milliardenpleite des Baukonzerns im Juni ihren Job verloren haben, haben Hilfe der Insolvenz-Stiftung benötigt. Das teilte Arbeitslandesrat Johannes Tratter (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Der Landesrat bedankte sich darin auch bei seinen Partnern für die „bewährte Zusammenarbeit“. Das „schnelle und unbürokratische“ Handeln der Sozialpartner, des Landes Tirol, des AMS Tirol und der Arbeitsmarktgesellschaft Tirol habe gezeigt, dass für die „betroffenen Beschäftigten rasch eine neue berufliche Perspektive entwickelt werden kann“.

Bereits Mitte Juli übernahm die Firma Bodner 300 ehemalige Alpine-Mitarbeiter. (Die Tiroler Tageszeitung berichtete)

Ex-Mitarbeiter in ganz Österreich

Österreichweit sieht es ähnlich aus. Die knapp 5000 ehemaligen Mitarbeiter in ganz Österreich haben beinahe alle wieder eine Anstellung gefunden. Nur noch 133 der zu Beginn 4905 arbeitslos gemeldeten Alpine-Beschäftigten seien noch auf Arbeitssuche, teilte die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) am Dienstag mit. Das sind knapp drei Prozent der von der Insolvenz betroffenen Ex-Alpine-Mitarbeiter in Österreich.

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134 weitere Personen seien zwar ebenfalls noch arbeitslos gemeldet, hätten aber bereits eine Einstellungszusage bzw. seien wegen Schulungsmaßnahmen, gesundheitlichen Einschränkungen oder Pensionsansuchen zur Zeit nicht auf Jobsuche.

Das hohe Maß an Wiederbeschäftigung sei nur möglich gewesen, weil Masseverwalter, Wirtschaft, Politik und Gewerkschaft abgestimmt an Lösungen gearbeitet hätten, so der GBH-Bundesvorsitzende Josef Muchitsch. Nun seien für 2014 ausreichend öffentliche Ausschreibungen nötig, damit die Baujobs auch im nächsten Jahr gesichert seien. (tt.com/APA)


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