Kopfzerbrechen hat ein Ende

Der Stadtrat beschloss, die drei Plastiken auf dem Südtiroler Platz nach dem Tiefgaragenbau nicht mehr in Lienz aufzustellen. Der Künstler muss die Köpfe bis zum Frühjahr entfernen.

Von Claudia Funder

Lienz –Über den Beschluss des Stadtrates, von dem er noch keine Kenntnis hatte, „verwundert“, zeigt sich der Künstler Hannes Neuhold gestern in einer ersten Reaktion im Gespräch mit der TT. Sein Wunsch war ursprünglich gewesen, dass die Trilogie „König, Königin und Hofnarr“ nach dem Bau der unter dem Platz geplanten Tiefgarage wieder vor Ort aufgestellt wird, die TT berichtete.

BM Elisabeth Blanik hatte für dieses Ansinnen schon im August deutlich abgewinkt. Die massiven Fundamente könnten bei der Garage zu statischen Problemen führen, so ihre Begründung.

Nun kam auch das endgültige Veto der Stadt, die Plastiken anderswo zu positionieren, etwa in einem Kreisverkehr, an der Ortseinfahrt oder vor Schloss Bruck. „Die Stadt hat keine Verwendung für die Köpfe“, so Blanik dezitiert nach der Stadtratsitzung. „Der Beschluss fiel einstimmig.“

Die drei Figuren, die schon bei ihrer Aufstellung im Jahr 2005 für Aufsehen gesorgt hatten, befinden sich im Besitz des Künstlers. Bis zum Baustart im Frühjahr haben sie zu weichen, erklärt die Stadtchefin, die auch der Zwischenlagerung der riesigen Köpfe im Wirtschaftshof einen Riegel vorschiebt: „Dazu gibt es keine Möglichkeit.“

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Die Zukunft von König, Königin und Hofnarr, die nach einem Märchen von Neuholds Frau Maria entstanden sind, ist derzeit ein großes Fragezeichen. Es würden laut Blanik allerdings bereits einige Kaufinteressen auf dem Tisch liegen, auch von auswärts, etwa aus Galtür.

Der Künstler ist einer Veräußerung nicht abgeneigt, zum „Pro-Kopf-Preis“ von 25.000 Euro. „Sie sind auch einzeln zu haben“, erklärt Neuhold, der betont, binnen der Frist „in irgendeiner Form eine Lösung finden“ zu werden.


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