Sorge wegen Aderlass bei Abgängern

Zwischen 1995 und 2023 wird sich im Außerfern die Zahl jener fast halbieren, die nach der Schule auf den Arbeitsmarkt drängen.

Von Hans Nikolussi

Reutte – Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitsmarktservice (AMS), Schule und Unternehmerschaft im Außerfern funktioniert. Vertreter aus der Praxis dieser Kooperation trafen sich zum 25-Jahr-Jubiläum des Berufsinformationszentrums (BIZ) in den Räumlichkeiten der früher als „Arbeitsamt“ bekannten Institution zu einem Gedankenaustausch. Unisono bestätigten die Repräsentanten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit, die sich vor allem, aber nicht nur, den jungen Menschen als Unterstützung zur „richtigen“ Berufs- und Ausbildungswahl unterzuordnen habe.

Bemängelt wurde, dass in den Köpfen vieler und in der Meinung der Gesellschaft der Trugschluss vorherrsche, einer, der für das Studium nicht geeignet sei, müsse sich sozusagen mit einer Lehre begnügen. Hier gelte es, ein Umdenken herbeizuführen. Das BIZ mit Jugendbetreuerin Viktoria Wörle und BIZ-Berater Wolfgang Geiger leisten hier ihren Beitrag. Das geht von der Hilfe bei der Lehrstellensuche bis hin zum „Bewerbungscoaching“. Die jungen Leute werden schon am Ende der 7. Schulstufe, teilweise auf spielerische Art, auf die Vielfalt der Berufe hingewiesen, um ihnen und den Eltern frühzeitig eine Entscheidungshilfe zu bieten.

Sorge bereitet die demografische Entwicklung. So stellte AMS-Leiter Klaus Witting fest, dass die Zahl der Schulabgänger im Außerfern ständig sinkt. Waren es im Jahre 1995 noch rund 430 werden es in zehn Jahren noch gerade einmal 263 sein.

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