Wegweiser durch den Bildungs-Dschungel

Vielfältig ist das Angebot an Berufsberatung in Tirol.Auch die Schulform spielt dabei eine Rolle.

Innsbruck –Dschungel ist ein Hilfsausdruck für das unüberschaubare Netz von Bildungswegen, das sich jungen Menschen bietet. 400 Stu­dienzweige gibt es an den Unis, dazu kommen Tausende Berufe. Auf die richtige Wahl kommt es daher an – und diesem Ziel haben sich die Berufsinfozentren (BIZ) des Arbeitsmarktservice (AMS) verschrieben, schon seit 25 Jahren übrigens. „Berufsberatung hilft, die eigenen Talente zu entdecken“, betonte gestern Sabine Platzer-Werlberger, Vize-Chefin des AMS Tirol, vor der Presse.

Das AMS kann auf breite Unterstützung zurückgreifen. Landesschulrat, AK, Schulpsychologen und die Schulen selbst haben die Wichtigkeit von Berufsberatung erkannt.

Der Landesschulrat bietet Lehrern eine eigene Ausbildung zum Schülerberater an. Als solche sind die Pädagogen dann in den Schulen direkte Ansprechpartner für Berufswünsche aller Art.

Die umstrittene „Trennung“ der Schüler nach der Volksschule, hier das Gymnasium, dort die Neue Mittelschule bzw. die Hauptschule, findet sich auch in der Berufsberatung wieder. AHS bieten ihren Schülern von der dritten Klasse Unterstufe bis zur Matura eine begleitende Berufskunde, berichtete Ernst Krall, Schülerberater des Gymnasiums Sillgasse in Innsbruck.

„Zur Berufsinfo ins AMS kommen eher Haupt- und Polyschüler“, betonte dagegen Platzer-Werlberger. Dies hänge damit zusammen, dass viele dieser Schüler eine Lehre anstreben. „Aber natürlich wollen die AHS ihre Schüler auch in der Oberstufe behalten“, so die AMS-Sprecherin.

Die Gymnasien tun das mit Erfolg. 60 bis 80 Prozent der Schüler am Gymnasium Sillgasse wechseln von der Unter- in die Oberstufe. (mark)


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