WM wirft Schatten voraus

Vor einem Jahr erhielt Hochfilzen den Zuschlag für die Austragung der Biathlon-Weltmeisterschaft 2017. Die Gemeinde hat Projekte in Millionenhöhe geplant.

Von Verena Hofer

Hochfilzen –Spannende Rennen, Tausende jubelnde Fans und tolle Werbebilder, das sind die gewünschten Zutaten für die Biathlon-Weltmeisterschaft 2017. Im Vorfeld gilt es in Hochfilzen, die Rahmenbedingungen für die Hunderttausenden Gäste zu schaffen. Eine Prioritätenliste hat der Gemeinderat erstellt, am Finanzierungsplan wird gearbeitet.

Die Freude im vergangenen September war im 1150-Einwohner-Dorf Hochfilzen groß. Erhielten die Pillerseetaler doch zum dritten Mal nach 1978 und 2005 den Zuschlag für die Austragung der WM. Ein internes Gremium aus dem Gemeinderat hat Projekte in den Bereichen Verkehrswesen, Kulturhaus und Tourismus erarbeitet. Vor allem soll das örtliche Kulturhaus adaptiert und saniert werden. Des Weiteren ist eine Linksabbiegespur auf der B164 geplant sowie Straßensanierungen im Bereich Warming. Auf der Gemeinde-Wunschliste stehen auch eine Neugestaltung der ÖBB-Unterführung, weitere Parkplätze und eine neue Zufahrt zum Truppenübungsplatz.

Am 2. Oktober hat Bürgermeister Sebastian Eder bei LR Geisler einen Termin, wo über den Finanzierungsplan gesprochen wird. „Größenmäßig kann ich noch nichts Genaues sagen“, sagt Eder und ergänzt, dass bei der vergangenen WM die Investitionen zwischen 90-100 Millionen Schilling lagen. Geht es nach dem Bürgermeister, dann wird die Summe „eher mehr“ sein. „Wir haben bereits eine Grundstruktur. Jetzt geht es um punktuelle Verbesserungen wie eine Abbiegespur oder Unterführung“, erklärt Eder. Unterschieden wird bei den Maßnahmen zwischen dem Wettkampfgelände und der Gemeinde. Ein Zeitplan vom Gemeinderat für drei Jahre wurde aufgestellt.

„Eine finanzschwache Gemeinde kann nur eine kleine Eigenfinanzierung leisten“, sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde zahlt noch Investitionen von der WM 2005 ab.

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Renndirektor Franz Berger kann noch keine genauen Projekte am Wettkampfort nennen: „Derzeit ist alles in Planung, die endgültigen Genehmigungen fehlen noch.“ Berger stellt in Aussicht, dass in wenigen Wochen über die Pläne, „vielleicht im Vorfeld des Weltcups“ (5. bis 8. Dezember), informiert wird.


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