Südtiroler Aussteller haben Osttirol Messe entdeckt

Unter den 132 Messe-Teilnehmern finden sich heuer besonders viele aus Südtirol. Der Schwerpunkt liegt auf Wohnen und Landwirtschaft.

Von Catharina Oblasser

Lienz –„Sie kommen nicht nur zum Einkaufen nach Lienz, sondern auch um bei uns mitzumachen“, sagt Osttirol-Messe-Organisator Klaus Forcher über die Nachbarn aus Südtirol. Heuer sei diese Gruppe unter den insgesamt 132 Ausstellern besonders stark vertreten, erklärt er. „Das zeigt, dass unser Wirtschaftsraum interessant ist. Und es ist gut so, denn Osttirol für sich allein wäre wirtschaftlich viel zu klein.“ Auch einer der größten österreichischen Autohändler ist mit seinen Nutzfahrzeugen in Lienz vertreten. Das erste Mal, wie Gebietsleiter Ewald Ransom sagt. „Diese Region ist für uns schon interessant. Wenn die Messe heuer erfolgreich ist, kommen wir nächstes Jahr wieder.“

Die heurige 28. Osttirol Messe versammelt hauptsächlich Betriebe aus den Bereichen Bauen, Wohnen, Heizen und bäuerliche Arbeit. Eröffnet wurde sie am Freitagvormittag von Landesrat Johannes Tratter. „Es stimmt, Osttirol hat aufgrund seiner Lage Nachteile, die andere nicht haben“, so Tratter in seiner Eröffnungsrede. „Doch dafür hat es eine große Stärke: die Menschen, die hier leben.“ Das Problem der Abwanderung sei ihm bewusst. „Da muss man auf mehreren Ebenen ansetzen, nicht nur bei Infrastruktur oder Wohnbauförderung, sondern auch bei Jobs und der Kinderbetreuung“, meinte der Landesrat. Er ermunterte die Osttiroler Gemeinden, zusammenzuarbeiten. „Untereinander, aber auch mit dem Land.“

Die Lienzer Bürgermeisterin LA Elisabeth Blanik zieht den Kreis weiter und sieht die Zukunft Osttirols in einer engeren Anbindung an Ober­kärnten und Südtirol. „Auf der Achse Brixen–Bruneck–Spittal haben wir gute Chancen, uns gemeinsam zu positionieren.“

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